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Hanau, 23. Januar 2018
Das Geheimnis um das Buch ist gelüftet
Hanau liest 2018 „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“

Auf dem Sprungturm im Heinrich-Fischer-Bad, im Bus der Hanauer Straßenbahn, vor dem Brüder-Grimm-Denkmal oder am Fronhof hinter dem historischen Kanzleigebäude – die Plätze sind so vielfältig wie die Vorleserinnen und Vorleser, die der Aktion „Hanau liest ein Buch“ Gestalt geben. Im Sommer ist es wieder soweit: Die Stadtbibliothek organisiert im August zum siebten Mal das große Lesefest. Und wie die Leiterin des Kulturforums, Beate Schwartz-Simon, mitteilt, ist ganz aktuell auch die wichtigste Frage des Projekts beantwortet: Es ist der Roman von Susann Pásztor „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“, aus dem vom 16. bis 25. August allerorten vorgelesen wird.

Dabei ist „Hanau liest ein Buch“ eine Aktion, die alle Lesebegeisterten explizit einlädt, sich zu beteiligen und einzubringen. „Überall in der ganzen Stadt bieten sich Plätze an, um Passagen aus dem Buch vorzutragen“, ermuntert Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Hanauer Bürgerschaft. Die Lesefreude könne sich an öffentlichen Orten ebenso wie in Vereinen, Läden, Praxen oder Buchhandlungen sowie auch in privaten Gärten, auf Balkonen oder in Wohnzimmern entfalten. „Die Aktion lebt von den Vorleserinnen und –lesern, die an den von ihnen ausgewählten Plätzen ihre eigene Begeisterung für den Stoff in die Stadtgesellschaft tragen“, hofft auch Schwartz-Simon auf eine rege Beteiligung und phantasievolle Auswahl von Leseplätzen.

Das für 2018 ausgewählte Buch „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ ist ein Roman über die Schönheit des Lebens, eine Vater-Sohn-Beziehung und über das Sterben, unpathetisch, humorvoll, einfühlsam und mit sicherem Gespür für menschliche Gefühlslagen geschrieben. Die Moderatorin und Literaturkritikerin Christine Westermann sagt über den Roman: „Dieses Buch macht keine Angst. Es ist ganz nah dran am Leben, obwohl es vom Sterben erzählt.“

Im Mittelpunkt stehen Fred, sein Sohn Phil  und Karla. Wie begegnet man einer Frau, die höchstens noch ein halbes Jahr zu leben hat? Fred glaubt es zu wissen. Er ist alleinerziehender Vater und hat sich zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter ausbilden lassen, um seinem Leben mehr Sinn zu geben. Aber Karla, stark, spröde und eigensinnig, arrangiert sich schon selbst mit ihrem bevorstehenden Tod und möchte nur etwas menschliche Nähe – zu ihren Bedingungen.

Als Freds Versuch, sie mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen, grandios scheitert, ist es nur noch sein Sohn Phil, der Karla besuchen darf, um ihre Konzertfotos zu archivieren. Dann trifft Hausmeister Klaffki in einer kritischen Situation die richtige Entscheidung – und verhilft Fred zu einer zweiten Chance.

Neben dem ausgewählten Roman waren Insgesamt 26 weitere Büchervorschläge von Hanauerinnen und Hanauer eingereicht worden. Die Jury, der neben Doris Hartmann von „Bücher bei Dausien“ und Dieter Dausien vom „Buchladen am Freiheitsplatz“ auch die Leiterin des Kulturforums gehört, hat sich für das aktuelle Werk von Susann Pásztor entschieden, weil es nach den Worten von Schwartz-Simon auf ideale weise alle Vorgaben erfüllte. „Das Thema und literarische Qualität spricht viele Leserinnen und Leser an, es bietet Anlässe für Gespräche und es stammt aus der Feder einer deutschsprachige Autorin oder eines deutschsprachigen Autors.“

Susann Pásztor, 1957 in Soltau geboren, lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin. Ihr Debütroman „Ein fabelhafter Lügner“ erschien 2010 und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. 2013 folgte der Roman »Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts« (KiWi 1326). Sie hat selbst die Ausbildung zur Sterbebegleiterin abgeschlossen und ist seit mehreren Jahren ehrenamtlich tätig.

Das Anlesen, bei dem die Autorin selbst anwesend ist und ihr Buch persönlich vorstellt, findet am Freitag, 16. Februar, um 19 Uhr, im Kulturforum statt. Es bietet allen Interessierten bei freiem Eintritt die Möglichkeit, sowohl das Buch als auch die Autorin kennenzulernen. Das „Anlesen“ will aber auch Lust aufs Mitmachen bei der Aktion wecken. Neben dem Buch wird auch Gesamtprojekt mit ersten Ideen zur Gestaltung vorgestellt. Wer sich als Vorleserin oder Vorleser beteiligen möchte, kann sich an diesem Abend auch schon anmelden.

 



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929




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Hanau liest „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“
Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky freut sich über die Entscheidung der Jury und ermuntert alle Bürgerinnen und Bürger, sich auch bei siebten Auflage von "Hanau liest ein Buch" rege zu beteiligen.


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