2. Workshop zur Kulturkonzeption für Kassel: Es geht um Räume, Kulturförderung und Teilhabe

Die Stadt Kassel hat sich auf den Weg gemacht, sich um den Titel »Kulturhauptstadt Europas 2025« zu bewerben. Die Vorlage einer strategischen Kulturkonzeption mit den großen kulturpolitischen Entwicklungslinien ist in diesem Zusammenhang notwendig. Gleichzeitig soll die Kulturkonzeption auch ohne die Wettbewerbsperspektive »Kulturhauptstadt Europas 2025« für die Entwicklung der Stadt Kassel einen wichtigen Beitrag leisten.

23. Januar 2018.

Kulturkonzeption zur kulturellen Stadtentwicklung: Wie wollen wir zusammenleben?

Es geht um die zentrale Fragestellung, welche Wege die Stadt in der Kulturentwicklung einschlagen und welche kulturpolitischen Schwerpunkte sie dabei setzen möchte.

Mit der für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt geforderten Kulturkonzeption der Bewerberstädte ist die kulturelle Stadtentwicklung verbunden. Zur Vorbereitung finden in Kassel neben Interviews und Analysen speziell an die Kasseler Kulturakteure gerichtete „Kulturworkshops“ statt. Insgesamt drei große Zusammentreffen sind vorgesehen. Der 2. Workshop zur Kulturkonzeption für Kassel findet am Donnerstag, 1. Februar, im Südflügel des Kulturbahnhofs statt.

Hinzu kommen weitere Angebote wie Sonderworkshops, die sich speziell an junge Akteure sowie Kulturakteure mit internationalen Wurzeln richten, sowie ein Kulturbericht und eine Netzwerkanalyse.

„Die Erarbeitung der Kulturkonzeption basiert auf einem breiten Netzwerk von Partnern und Mitgestaltenden, die durch diesen breit angelegten Partizipationsprozess die Weichenstellungen für die kulturelle Entwicklung in Kassel maßgeblich mitgestalten können“, so Kulturdezernentin Susanne Völker.

Die Kulturkonzeption –für jeden Fall geeignet

Für Kassel wird diese neue Kulturkonzeption auch ohne den Titel als Kulturhauptstadt von Bedeutung sein. „Sie ist ein wesentliches Element der Bewerbung, entfaltet aber auch ihre Wirkung, wenn Kassel 2025 nicht Europäische Kulturhauptstadt sein sollte. Dann ist sie die notwendige systematische Basis für viele Schritte der zukünftigen kommunalen Kulturpolitik und ihrer Strategien. Es geht um die zentrale Fragestellung, welche Wege die Stadt in der Kulturentwicklung einschlagen und welche kulturpolitischen Schwerpunkte sie dabei setzen möchte“, so Kulturdezernentin Völker.

Der 2. Workshop zur Kulturkonzeption für Kassel am 1. Februar

Zu einem ersten Treffen waren am 24. Oktober des vergangenen Jahres bereits rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gekommen - Akteure der Kasseler kulturellen Szenen sowie Vertreterinnen und Vertreter von Kulturinstitutionen sowie aus ressortübergreifenden Bereichen beispielsweise aus der Stadtentwicklung. Auch der 2. Kulturworkshop wird wieder von einem internationalen Expertenteam unter Leitung von Dr. Patrick S. Föhl vom Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. moderiert. Dabei wird es diesmal zentral um die Themen „Räume für die Kasseler Kulturschaffenden“, die Frage der Teilhabe und weitere wichtige Rahmenbedingungen für die kulturelle Arbeit und Projekte in Kassel gehen. Es wird so auf den Arbeitsergebnissen des ersten Treffens aufgebaut und die Themenfelder werden zunehmend konkretisiert.

„Durch die moderierten KuIturworkshops finden die Akteure professionelle Rahmenbedingungen vor, um im Hinblick auf die Kulturkonzeption in eine aktive und mitgestaltende Rolle zu kommen. Das Workshopformat ist sowohl als Arbeitsinstrument als auch als Forum für den Austausch von Ideen gut geeignet“, so Kulturdezernentin Völker. Das habe bereits die erste Runde gezeigt, die auf eine große Resonanz stieß und zu der es viele sehr positive Rückmeldungen gab.

Anstehende Themenfelder des zweiten Kulturworkshop sind „Stadtteilkulturarbeit und kulturelle Stadtentwicklung“, „Kulturelle Freiräume und Ermöglichungsorte“, „Transkulturelle Identität“, „Kulturelle Teilhabe“, „Kooperative Kulturkommunikation“ sowie „Die Kulturstadt Kassel 2030“, die anhand spezifischer Fragen diskutiert werden.

Ein dritter Kulturworkshop wird im März 2018 stattfinden. Der Abschluss des Prozesses ist für Juni 2018 geplant.

Ergebnisse des 1. Kulturworkshops stehen im Netz

Für alle Interessierten einsehbar stehen die Ergebnisse der Arbeitsgruppen des ersten Kulturworkshop auf den Internetseiten http://www.kassel.de/imperia/md/images/cms04-miniwebs/kuko/kuko_kassel_ergebnisprotokoll_1._kulturworkshop_final.pdf

Sonderworkshops mit jungen Akteuren sowie Kulturakteuren mit internationalen Wurzeln

Im Rahmen aller bisherigen Untersuchungsschritte und insbesondere im Rahmen des ersten Kulturworkshops wurde wiederholt der Wunsch formuliert, junge Kulturinteressierte beziehungsweise Kulturschaffende und Kulturakteure mit internationalen Wurzeln verstärkt in den laufenden Prozess einzubinden. Im Januar und Februar finden deshalb zwei Sonderworkshops mit Vertreterinnen und Vertretern dieser Zielgruppen statt. Gemeinsam werden jeweils die bisherigen Ergebnisse des Prozesses kritisch hinterfragt und es wird diskutiert, welche Bedarfe, Erwartungen und Ideen die Zielgruppen mit einer zukunftsgerichteten Kulturstadt Kassel verbinden.

Kulturbericht und Netzwerkanalyse

Der Prozess sieht neben den verschiedenen Workshopformaten weitere Analyseschritte vor, die gegenwärtig umgesetzt werden: So umfasst beispielsweise der Kulturbericht eine Struktur- und Bestandsanalyse sozioökonomischer Rahmenbedingungen in der Stadt Kassel, die Einfluss nehmen auf das kulturelle Leben und deshalb in der Kulturkonzeption mitzudenken sind. Zentraler Bestandteil dieses Berichts ist eine detaillierte, systematische Betrachtung der Kulturförderung. Damit wird eine fundierte Grundlage geschaffen, die im Prozess benannten Bedarfe im Bereich der Kulturförderung zu prüfen und darauf zu reagieren.

Des Weiteren befindet sich der Bericht zur Netzwerkanalyse in der Fertigstellung. Mit Hilfe dieses Analyseinstruments lassen sich Kooperationsstrukturen sichtbar machen und bestehende Netzwerke mit Blick auf die angestrebten Ziele und Maßnahmen, die es in der Kulturkonzeption zu definieren gilt, möglichst fokussiert aktivieren.

Beide Dokumente, sowohl der Kulturbericht als auch die Netzwerkanalyse, können demnächst auf der Website www.kuko-kassel.de abgerufen werden.

Weitere Hintergrundinformationen:

Das Projekt wird durch die Stadt Kassel finanziert und durch das Kulturamt federführend gesteuert. Im Mittelpunkt des Prozesses stehen Kulturakteure sowie Akteure aus relevanten Querschnittsbereichen wie zum Beispiel Bildung, Stadtentwicklung, Wirtschaft und Tourismus. Das Projekt wird von externer Seite durch das Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V. wissenschaftlich betreut und gesteuert. Das Institut hat dafür ein externes Team von erfahrenen Experten aus dem Feld der Kulturentwicklung beauftragt.

Weitere Informationen zur Entwicklung der Kulturkonzeption auf

http://www.kuko-kassel.de

 

 

 

 

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