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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 20.02.2018
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Neue Ausstellung im Stadtmuseum Iserlohn: „Heil Dir im Siegerkranz!“ – Der erste Weltkrieg in der Literatur (22.02. bis 29.03.) Das Stadtmuseum Iserlohn zeigt ab Donnerstag, 22. Februar, die Sonderausstellung „Heil Dir im Siegerkranz!“ – Der Erste Weltkrieg in der Literatur. Zusammengestellt wurde die Ausstellung von Dr. Walter Wehner, Iserlohn. Auch nach 100 Jahren sind die Narben des „Großen Krieges“ nicht verheilt – nicht in der Natur, nicht in der Politik, nicht in den Ängsten der Menschen. Auf seinen Schrecken folgte der 2. Weltkrieg mit noch mehr Zerstörung, mit Holocaust, mit Hiroshima, mit Eisernem Vorhang. Zwar hat Europa danach für viele Jahrzehnte Frieden erlebt, einen brüchigen Frieden im Kalten Krieg, aber die Folgen des Ersten Weltkrieges mit seinen teils willkürlichen Grenzziehungen im Orient und auf dem Balkan führen bis heute zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. „Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen“ – William Faulkners Satz hat seine Gültigkeit behalten. Es gab in Deutschland auch eine Tradition des Ungeistes, die lange vor 1914 begann und nach 1945 durchaus fortlebte. An dieser Unkultur haben vor 100 Jahren fast alle bekannten literarischen Größen mitgewirkt, ob Nobelpreisträger Gerhard Hauptmann, Erfolgsautoren wie Hermann Löns und Peter Rosegger, ob Arbeiterdichter wie Heinrich Lersch, gefeierte Poeten wie Ina Seidel, Rainer Maria Rilke und Hermann Hesse, ob Berliner Gymnasiast oder Dr. Richard Dehmel, ob kath. Priester, ev. Pfarrer oder jüdische Gelehrte – und vor allem unzählige „dichtende“ Zeitungsleserinnen und Zeitungsleser. Auch die heimische Presse in Altena, Hemer, Iserlohn, Lüdenscheid, Menden und Plettenberg füllte ihre Seiten mit poetischer Vaterlandsbegeisterung. Im Iserlohner Kreisanzeiger erschien das erste Kriegsgedicht Alldeutschland macht mobil am 5. August 1914. Am 11. August forderte der Iserlohner Bernhard Wachtel: Auf zum Kampf! Noch eiliger hatten es Julius Bergfeld im Altenaer Kreisblatt und Karl vom Berge im Lüdenscheider General-Anzeiger, die bereits am 3. August den Auszug der heimischen Truppen lyrisch begleiteten. Alle Interessierten sind herzlich zum Besuch der Ausstellung (22. Februar bis 29. März) eingeladen. Das Stadtmuseum Iserlohn (Fritz-Kühn-Platz 1) öffnet dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es online unter www.stadtmuseum-iserlohn.de |
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