21. Februar 2018.
Das Stadtmuseum Kassel und Studierend der Universität Kassel haben im Rahmen der derzeitigen Sonderausstellung „Hingucker - Kasseler Persönlichkeiten und ihr Wirken“ gemeinsam einen Forschungserfolg erzielt. Dazu öffnete das Museum für ein Seminar der Universität sein Depot für rund 20 Studierende der Kunstwissenschaft, die zu einzelnen Porträts bis dato unbekannter Damen und Herren recherchierten. Jeder Forscher war „Pate“ für ein Porträt. Wer ist dargestellt? Und wer hat das Gemälde angefertigt? Dies sind natürlich die auf der Hand liegenden Fragen, die nun nach fast kriminalistischen Recherchen in einigen Fällen beantwortet werden konnten.
Jetzt konnten als Ergebnis von den Kunstwissenschaftlerinnen und Kunstwissenschaftlern, die unter der Leitung von Prof. Dr. Martina Sitt tätig waren, rund 150 Seiten an Informationen für das Archiv des Museums übergeben werden – ein echter Forschungserfolg.
Wichtiger als die Antworten war allerdings für die Studierenden die Erfahrung, welche unkonventionellen Schritte neben den erprobten wissenschaftlichen Pfaden manchmal auch zu Ergebnissen führen können. Was haben Ohren mit der Datierung zu tun, was lässt uns ein Fächer vermuten, was sagt die Hand im Gewand, was verrät das Busentuch oder eine kunstvolle Bernsteinkette? Über viele dieser kleine Spuren erhielten Kasseler Apotheker, Förster, Stadtkämmerer, Vergolder oder Verleger samt Ehefrauen, also die Auftraggeber dieser Bilder, wieder ihr Gesicht zurück und Kasseler Maler ihre nicht signierten Werke zugewiesen.
Für das Stadtmuseum bedeutete dieses schon 2016 begonnene Pilotprojekt eine Herausforderung, weil man die dezentral gelagerte Depotware unter die Lupe nehmen wollte. Dazu waren Transporte mit dem entsprechenden Aufwand notwendig.
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Pressekontakt: documenta-Stadt Kassel, Petra Bohnenkamp
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Verborgenes aus dem Depot des Stadtmuseums erforscht
Dr. Kai Füldner, Prof. Dr. Martina Sitt und Stadträtin Susanne Völker
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