Presseinformation

Nr. 055 Steinfurt, 22. Februar 2018


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Von Afghanistan ins Klostercafé Gravenhorst: Shah Mahmood Ahmadzai absolviert Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe
WertArbeit schafft Ausbildungsplatz

Kreis Steinfurt. Shah Mahmood Ahmadzai ist 18 Jahre alt. Vor zwei Jahren machte sich der junge Mann auf den Weg von Afghanistan nach Deutschland und durchquerte unter anderem den Iran, die Türkei und Griechenland – fast ausschließlich zu Fuß. Über zwei Monate dauerte es so, bis er schließlich Dortmund erreichte. Über eine Zwischenstation in Recke kam Ahmadzai letztendlich in einer Wohngruppe der evangelischen Jugendhilfe in Hörstel unter. Nun steht er in der Küche des Cafés im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst des Kreises Steinfurt neben Betriebsleiter Martin Laubrock und schwenkt die Pfanne: Im September 2017 hat der Afghane seine zweijährige Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe im Klostercafé angetreten, die ihm sichtlich Spaß macht. „Ich fühle mich hier sehr wohl und habe zum Beispiel schon gelernt, welche Schneidetechniken es gibt und worauf man beim Kochen besonders achten sollte“, erzählt der 18-Jährige, der die festen Kräfte und die Aushilfen des Betriebes unterstützt.

 

Nachdem Ahmadzai als Klassenbester den Hauptschulabschluss in der internationalen Klasse der Kaufmännischen Schulen Tecklenburger Land des Kreises Steinfurt erreicht hatte, absolvierte er zunächst ein dreiwöchiges Praktikum im Klostercafé. Auf Anregung von Ahmadzais Betreuer von der evangelischen Jugendhilfe richtete die WertArbeit Steinfurt, das Sozialunternehmen des Kreises Steinfurt, im Anschluss daran den Ausbildungsplatz ein. „Das ist schon etwas Besonderes, weil wir zum ersten Mal diese Stelle anbieten. Shah wendet hier die deutsche Sprache an, wird in einen funktionierenden Betrieb integriert und entwickelt sich auch persönlich weiter. Davon können beide Seiten nur profitieren“, erklärt Küchenmeister Martin Laubrock.

 

Wenn sich Ahmadzai im August 2019 offiziell Fachkraft im Gastgewerbe nennen darf, möchte er gerne weiterhin im Gastronomiesektor tätig sein. „Er könnte dann auch noch die Ausbildung zum Koch anschließen“, gibt Laubrock einen Einblick in die mögliche Zukunft des Afghanen.





Shah Mahmood Ahmadzai