Hanauer Friedhofswegweiser neu erschienen
Zusammen mit dem darauf spezialisierten Leipziger Mammut-Verlag hat die Stadt Hanau den Friedhofswegweiser in zweiter, unentgeltlicher Auflage herausgebracht. Im Vergleich zur Ersterscheinung 2011 ist die Broschüre mit 108 Seiten jetzt um 24 Seiten stärker. Bei der Übergabe des neuen Heftes sagte Markus Henrich, Leiter des für die Friedhöfe zuständigen Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (HIS): „Wir leisten damit guten Bürgerservice.“ Verlagsinhaber Günter Meyer lobte das Entgegenkommen von Anzeigenkunden und Friedhofsverwaltung in Hanau.
Meyer sagte weiter, bei dem Wegweiser handele es sich „nicht um ein Trauerheft, sondern um informative Hilfe zur Vorbereitung auf den Todesfall.“ Zugleich helfe das Heft das zum menschlichen Leben gehörende Sterben zu enttabuisieren.
In einer Auflage von 8000 Stück liegt der Friedhofswegweiser nicht nur im Rathaus, in Stadtteilläden sowie dem Seniorenbüro und der Bücherei im Kulturforum aus, sondern auch in Pflegeeinrichtungen, Kirchengemeinden und Geschäften. Darin werden alle zehn Friedhöfe der Stadt Hanau vorgestellt mit Lageplan, Grabarten, Erläuterungen zur Friedhofsgeschichte, Öffnungszeiten und Busanbindung. Nachzulesen sind darüber hinaus wichtige Auszüge aus der städtischen Friedhofssatzung, Bestattungsmöglichkeiten, Sinnbilder von Friedhofspflanzen und die wichtigsten Glaubenselemente der fünf Weltreligionen zum Thema Tod und Jenseits.
Weitere Beiträge behandeln Hinweise für Trauernde und Tröstende, Bestattungsvorbereitungen, Trauerbegleitung, Grabmale und Grabgestaltung, Hospiz- und Palliativangebote sowie Ratschläge zu Erb- und Steuerrecht. Die städtische Friedhofsverwaltung stellt sich in Wort und Bild vor. Der Anzeigenteil im hinteren Teil des Heftes ist bewusst vom Informationsteil getrennt, darunter auch Annoncen von Trauerrednern und musikalischen Begleitern.
Der Mammutverlag ist nach eigenen Angaben Marktführer und in mehr als 200 deutschen Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern vertreten. Verlagsinhaber Meyer, vor der Wende als Graphikdesigner tätig und nach der Wende Inhaber einer Werbeagentur, sieht sich als Erfinder der Friedhofswegweiser hierzulande und erzählt dazu folgende Anekdote: Er habe vor 20 Jahren in einem englischen Fernsehkrimi eine Szene gesehen, in der mit Hilfe eines Wegweisers ein bestimmtes Grab auf einem Friedhof gesucht wurde – und sich sofort gedacht, dass das eine gute Idee sei.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266
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Friedhofswegweiser
Vor der Seitzschen Kapelle auf dem Hauptfriedhof: Günter Meyer vom Mammut-Verlag (vorne rechts) übergibt die ersten neuen Friedhofswegweiser an HIS-Betriebsleiter Markus Henrich. Mit von der Partie: Sabrina Möbs, Leiterin Alexandra Kinski und Thomas Asbach von der Friedhofsverwaltung.
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