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17. April 2018
Grundstein für Neubau der Kita Schwedenheim gelegt

Braunschweig.

Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat heute den Grundstein gelegt für einen Neubau für die Kita Schwedenheim in der Hugo-Luther-Straße. Der alte Holzpavillon ist abgerissen worden. Der eingeschossige Neubau mit insgesamt fast 400 Quadratmetern ist eine Holz-Konstruktion, der dem Vorgängerbau nachempfunden ist. Eine Kindergarten- und eine Hortgruppe werden dort untergebracht sein. 1,8 Millionen werden für den Neubau investiert, der abhängig vom Bauablauf und der Witterung spätestens Anfang 2019 bezogen werden soll. 1,47 Millionen Euro kommen dabei aus dem Städtebaufördermitteltopf „Soziale Stadt - Westliches Ringgebiet“.

„Eines der zentralen Projekte dieses Fördergebiets ist damit im Bau“, freute sich der Oberbürgermeister. „Zugleich ein Beleg, wie viel positive Stadtentwicklung durch die Städtebauförderung möglich ist, gerade auch in Stadtteilen mit städtebaulichem und sozialem Nachholbedarf.“ Bund, Land und Kommunen teilen sich dabei die Kosten je zu einem Drittel. Das Ringgleis, das mit Bürgerinitiative entstanden ist und ganz neue Lebensräume erschlossen hat, sowie 13 sanierte Spielplätze, Straßensanierungen, Wohnumfeldverbesserungen: In rund 16 Jahren Sanierung sind bislang rund 19 Millionen Euro Städtebaufördermittel sowie Einnahmen aus Ausgleichsbeträgen geflossen. Zudem ziehen Städtebaufördermittel meistens fünf- bis sechsmal so hohe private Investitionen nach sich. Die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger ermögliche zudem eine umso stärkere Identifikation mit dem eigenen Quartier. „So kann viel bewegt werden. Das erhoffen wir uns auch vom neuen Fördergebiet „Soziale Stadt - Donauviertel“. Nicht zuletzt unternehme die Verwaltung jetzt einen Vorstoß, um den Bereich südlich des Hauptbahnhofs in den kommenden Jahren mit Fördermitteln zu entwickeln.

An der Hugo-Luther-Straße können sich etwa 45 Kinder nun auf den Neubau freuen. Bei dem „Holzgebäude Schwedenheim“ handelt es sich um eine Schenkung der schwedischen Hilfsorganisation „Rädda Barnen“ („Rettet das Kind“) an die Stadt Braunschweig aus dem Jahr 1949. Die Gebäudeteile und die Möbel wurden aus Schweden geliefert und an Ort und Stelle zusammengebaut. Seitdem wurde das Gebäude durchgängig für die Kinderbetreuung in der Hugo-Luther-Straße genutzt. Er befand sich zuletzt in einem sehr schlechten Zustand, eine Sanierung lohnte nicht. Auf dem Nachbargrundstück steht ein weiteres Gebäude der Kita, in dem sich zwei Krippengruppen und die Räumlichkeiten des Kinder- und Familienzentrums befinden.

Weitere Informationen:

Die Nutzung des Ersatzneubaus entspricht der bisherigen. Die Spielflächen zur Süd- und Westseite des Gebäudes bleiben weitgehend bestehen. Die Erschließung erfolgt – wie bisher – über den Zugang an der Hugo-Luther-Straße. Für den Ersatzneubau der Kita Schwedenheim mussten zwei Bäume (eine Platane und eine Kastanie) gefällt werden, der restliche Baumbestand konnte erhalten werden.

Im Ersatzbau (eine Kindergartengruppe und eine Hortgruppe) wird folgendes Raumprogramm umgesetzt:

• 1 Gruppenraum Kiga 54 m² • 1 Gruppenraum Hort 50 m² • 2 Kleingruppenräume Kiga/Hort je 15 m² • 2 Abstellräume 5 m² • 1 Sanitär Kiga 15 m² • 1 Sanitär Hort 12 m² (getrennter Sanitärbereich für Jungen u. Mädchen erforderlich) • 2 Garderoben Kiga/Hort 14 m² • 1 Büro 12 m² • 1 Personalraum 20 m² • 1 WC Personal/Behinderte 8 m² • 1 Küche 20 m² • 1 Lebensmittelvorrat 5 m² • 1 Hauswirtschaft inkl. WC 15 m² • 1 Putzmittel 5 m²

Das Büro und der Personalraum werden auch von den Fachkräften der beiden Krippengruppen genutzt.

In dem weiteren Gebäude (Massivgebäude) steht bereits ein Mehrzweckraum zur Verfügung. Weiter verfügt die Einrichtung auf Grund der räumlichen Ausstattung als Kinder- und Familienzentrum auch über einen Multifunktionsraum sowie über weitere Räume auf der sogenannten „Nachbarschaftsetage“, die ausschließlich für die Aktivitäten als Familienzentrum genutzt werden.

Da sich das Kinder- und Familienzentrum Schwedenheim auf zwei Gebäude verteilt, weicht entwurfsbedingt das Raumprogramm für die 4-Gruppen-Kita „Schwedenheim“ mit insgesamt 671 m² um 42 m² von dem allgemeinen, vom Rat beschlossenen Raumprogramm (629 m² für eine 4-Gruppen-Kita) ab. Dies ist auf die „Zwei-Gebäude-Situation“ zurückzuführen.

Es sind eine Hortgruppe mit 20 Kindern und eine Kindergartengruppe mit 25 Kindern in dem Gebäude vorgesehen. Die Gruppenräume sind nach Nordwesten zum Außenspielbereich orientiert; die Verwaltungs-, Personal- und Funktionsräume liegen an der nordöstlichen Seite.

Das nicht unterkellerte Gebäude wird als Anlehnung an das alte „Schwedenheim“ als eingeschossiger Holzbau erstellt. Der Bestandskeller wurde verfüllt und die neue Sohlplatte und die Fundamente werden aus Stahlbeton hergestellt. Durch die Ebenerdigkeit kann das neue Gebäude, anders als der Vorgängerbau, nun barrierefrei erschlossen werden.

Die Dachkonstruktion wird aus Holz mit teilweise sichtbaren Bindern, errichtet werden. Das Pultdach soll eine harte Blechdeckung erhalten, das Flachdach eine weiche Abdichtung aus Bitumen oder Kunststoff. Die Fassaden sollen aus Holz ausgeführt werden.

Die schon vorhandenen Spielflächen werden nach der Gebäudeerstellung wieder gestalterisch angeglichen. Spielgeräte und Möglichkeiten des Spiels mit Sand und Wasser sind im Außenbereich vorhanden. Eine überdachte Terrasse bildet den Übergang vom Innenbereich zum Außengelände.

Die Gebäudehülle und Haustechnik werden entsprechend der EnEV und dem EEWärmeG ausgelegt. Eine Photovoltaik-Anlage (4KWP) wird auf dem Flachdach aufgestellt und dient der Versorgung der Kindertagesstätte.






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