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Hanau, 06. Juli 2018
Röcke haben in der Politik nichts verloren
Veranstaltungsreihe des Frauenbüro Hanau erinnert an 100 Jahre Frauenwahlrecht

„Alles, was Röcke trägt, hat in der Politik nichts verloren: Weiber, Pfaffen, Richter.“, sagte einst Otto von Bismarck und während die Trennung von Staat und Kirche, Legislative und Judikative auch heute noch Gültigkeit besitzt, gehören Frauen heute selbstverständlich zum politischen Leben der Bundesrepublik. Das Frauenwahlrecht als eine der großen gesellschaftlichen Errungenschaften feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Um dieses Jubiläum zu würdigen, bietet das Frauenbüro der Stadt Hanau in den kommenden Wochen und Monaten ein reichhaltiges Angebot an Veranstaltungen rund ums Thema Gleichberechtigung.

Am Sonntag,  12. August, lädt das Frauenbüro der Stadt Hanau und das Lokale Bündnis Hanau von 10.30 bis 12.30 Uhr ins Mehrgenerationenhaus Fallbach in der Reichenberger Straße 59 in Hanau zu einem Alleinerziehenden Treff ein. Das Treffen kann wunderbar dazu genutzt werden, neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und Gemeinsamkeiten zu teilen. Für einen Imbiss ist gesorgt.

Schon drei Tage später, am Mittwoch, 15. August, bietet das Frauenbüro der Stadt Hanau eine Podiumsdiskussion im Kulturforum am Freiheitsplatz an. Von 18 bis 20 Uhr haben die Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, den Vertreterinnen der Landtagsfraktionen Fragen zu frauenpolitischen Themen der Landtagswahl 2018 zu stellen.

Das Programm geht weiter am 21. September mit dem Hanauer Stadtlauf gegen Gewalt an Frauen. Dabei setzen das Frauenbüro und die Fachstelle Sport der Stadt Hanau, das Referat für Frauenfragen und Chancengleichheit des Main-Kinzig-Kreises, sowie der 1. Hanauer Lauftreff und der Sportkreis Main-Kinzig e.V. ein klares Zeichen für Respekt und ein würdevolles Miteinander. Beginn ist 17 Uhr und Treffpunkt der Marktplatz in der Hanauer Innenstadt.

Am Montag, 24. September, findet eine zweite Filmvorführung im Kinopolis Hanau statt. Der Film „Göttliche Ordnung“ von Petra Biondina Volpem, der letztes Jahr mit sieben Nominierungen und drei Auszeichnungen die Verleihung der Schweizer Filmpreise dominierte. In einer kleinen friedlichen Dorfidylle kämpft eine junge Mutter gegen festgefahrene Geschlechterrollen und bringt dabei den Dorf- und Familienfrieden gehörig ins Wanken. Die Vorstellung beginnt um 18 Uhr.

Anlässlich des Internationalen Mädchentags gibt es im Hans Böckler Haus am Freitag, 19. Oktober, eine Veranstaltung von 15 bis 19 Uhr. Der von den Vereinten Nationen initiierte Aktionstag soll auf die weltweit vorhandene Benachteiligung von Mädchen hinweisen.

Bereits eine Woche später, am Freitag, 26. Oktober, bietet das Frauenbüro einen Besuch im Historischen Museum Frankfurt an, mit einer einstündigen Sonderführung durch die Ausstellung „Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht“. Eine Anmeldung beim Frauenbüro der Stadt Hanau ist aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl zwingend erforderlich.

Auf eine ganz besonders wichtige Veranstaltung weist das Programmheft am 28. Oktober hin: Die hessische Landtagswahl 2018. Jede Stimme zählt – seit 100 Jahren auch die der Frauen. Die Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert ihr lang erkämpftes aktives und passives Wahlrecht auszuüben.

Am Donnerstag, 1. November zeigt das Frauenbüro der Stadt Hanau in Kooperation mit der evangelischen Frauenarbeit im Kirchenkreis Hanau den Film „Sternstunden ihres Lebens“ um 18:30 Uhr in der alten Johanniskirche in Hanau. Im Jahr 1948 kämpft die Abgeordnete und Juristin Elisabeth Selbert in der noch sehr jungen Bundesrepublik um die Aufnahme des Satzes „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ in das Grundgesetz. Was heute selbstverständlich scheint, war damals dem Mut und unbeugsamen Willen einiger weniger zu verdanken und hat letztlich eine nunmehr 70jährige politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Gleichberechtigung ermöglicht.

Weiter geht es am Montag, 12. November, mit der dritten Filmaufführung im Kinopolis Hanau. Abwertend wurden in Großbritannien um 1900 Frauenrechtlerinnen als „Suffragetten“ bezeichnet, die den Begriff aber nach und nach für sich positiv vereinnahmten. Passenderweise greift der Titel des Films, der die Geschichte dieser mutigen Frauen zeigt, den Namen von damals auf. Im Vordergrund stehen der Kampf um Würde und Selbstbestimmung, sowie gerechte Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Der Film macht deutlich, welch großer Meilenstein in der Geschichte des Feminismus die Einführung des Wahlrechts für Frauen 1918 in Deutschland war.

Die Comedian Bibbi Maaß gastiert am Freitag, 16. November mit ihrem Programm „Botox ist auch keine Lösung“ im Kulturforum. Maaß studierte Germanistik, Politik und Philosophie. Die Journalistin ist auch in der Theaterszene aktiv. „Auch mit Falten kann man noch Sex haben…“, sagt sie und führt ihr Publikum durch ein humoristisches Feuerwerk.

Einen weiteren Film zum Nachdenken gibt es am Montag, 26. November, im Kinopolis Hanau zu sehen. „Die Frau des Polizisten“ erzählt von der Gewalt zwischen Mann und Frau und lässt das Publikum Zeuge davon werden. Dabei wird gezeigt, wie die Mutter trotz Gewalt die Seele des Kindes mit Liebe zu retten versucht. Der Film ist in 59 Kapitel gegliedert, die von einer langen Schwarzblende getrennt sind. Ein ungewöhnliches Format, das den Zuschauer zwingt, seine medialen Sehgewohnheiten abzulegen und sich auf die Geschichte einzulassen.

Es lohnt sich auch, schon mal einen Blick ins Jahr 2019 zu werfen. Am Samstag, 19. Januar 2019, jährt es sich zum hundertsten Mal, dass Frauen in Deutschland an die Wahlurne durften. Um diesen Tag gebührend zu feiern, veranstaltet das Frauenbüro der Stadt Hanau ein klassisches Konzertprogramm mit Klavier und Querflöte, bei dem ausschließlich Werke von Frauen durch das Duo „Flöte an Tasten“ präsentiert werden. Mal nachdenklich, mal zum Schmunzeln wird das Konzert durch Informationen rund um das Thema Frauenwahlrecht angereichert und verspricht einen unterhaltsamen Abend.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929

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