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Leverkusen, 19. September 2000

Dank an ausgeschiedene Lehrer

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde hat sich Oberbür-germeister Paul Hebbel am Freitag, 15. September, bei den im vergangenen Schuljahr aus dem Schuldienst ausgeschiedenen Lehrerinnen und Lehrern für ihre langjährige Tätigkeit bedankt. Rund 20 Pädagoginnen und Pädagogen folgten der Einladung des OB und äu-erten sich ausnahmslos positiv über die Geste der Stadt.

Hebbel betonte, in diesem Fall habe man gerne auf das Kölner Vorbild zurückgegriffen, wo es schon seit einigen Jahren Tradition ist, dass die Stadt den Lehrerinnen und Lehrern zum Abschluss ihrer Berufslaufbahn Lob und Anerkennung für ihr Wirken zukommen lasse. Mit der zweiten Auflage dieser Veranstaltung habe man, wie im Rheinland üblich, nun auch in Leverkusen diese Verab-schiedung zur Tradition werden lassen.

Nur wenige könnten heute ermessen, so der OB, wel-chen Herausforderungen sich die Lehrer in vielen Jahren stellen mussten und welchen Veränderungen gerade dieser Beruf unterworfen war.

Hebbel erinnerte daran, dass zu Anfang des Jahrhun-derts, in dörflichen Gegenden auch noch viel länger, der Lehrer neben dem Pfarrer die uneingeschränkte Autorität gewesen sei. Heute dagegen werde er in der Öffentlich-keit stets kritisch beäugt und es sei bequem geworden, möglichst alle Probleme auf die Schule abzuwälzen und von den Lehrkräften die Lösung aller familiären und ge-sellschaftlichen Probleme zu erwarten. Die oft multikul-turell zusammengesetzten Klassen, Gewalt an Schulen, neue Medien, der immer rascher werdende Generati-onswechsel und die Erfordernisse der Informationsge-sellschaft waren für den OB weitere Stichworte, die die ständig wechselnden Herausforderungen für die Lehrer verdeutlichten.

Bei allen Problemen habe der Beruf aber auch stets schöne Momente gehabt und auch den ausscheidenden Lehrern sei es zu verdanken, dass Leverkusen nach wie vor ein sehr hohes Bildungsniveau habe, dass man für den zukünftigen Standortwettbewerb auch dringend be-nötige, so Hebbel. Für den "möglichst fröhlichen Unruhe-stand" wünsche Hebbel den Lehrerinnen und Lehrern, dass sie bei möglichst vielen Klassentreffen feststellen könnten, dass aus "ihren Pennälern"" tatsächlich etwas geworden sei.

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