24. August 2018.
In diesem Jahr jährt sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Der Antikriegstag am 1. September ist ein geeigneter Anlass, diese „Urkatastrophe“ des vergangenen Jahrhunderts einmal mehr ins Bewusstsein zu rufen.
Während einer Gedenkveranstaltung in Niederzwehren möchte die Stadt Kassel am Samstag, 1. September 2018, besonders an das ehemalige Kriegsgefangenenlager auf dem Keilsberg in Niederzwehren erinnern, wo zeitweise bis zu 38.000 Gefangene unter schwierigsten Bedingungen lebten – und Tausende starben. Französische, belgische, italienische, russische und Soldaten aus dem Commonwealth sowie zahlreiche zwangsdeportierte Männer, darunter rund 1.200 belgische Zivilisten aus der Gegend von Floreffe bei Namur, waren hier inhaftiert.
Beginn der Veranstaltung ist um 9.30 Uhr im Gemeindehaus der Matthäuskirche in Niederzwehren, Am Fronhof 3A. Über die Zustände in dem anfangs nur aus Zelten, später aus Holzbaracken bestehenden Lager und das Leid der Inhaftierten werden die ehemaligen Schülerinnen der Albert-Schweitzer-Schule Svenja Brandt und Hannah Poloschek sowie Wolfgang Matthäus vom Verein „Gegen Vergessen - Für Demokratie" in Vorträgen berichten. Erwartet werden auch eine Delegation der belgischen Stadt Floreffe sowie Gäste des Frankreichforums Hessen und der Deutsch-Französischen Gesellschaft Kassel aus Frankreich.
Der zweite Teil der Veranstaltung wird etwa ab 11.30 Uhr auf den Soldatenfriedhöfen auf dem Keilsberg in Niederzwehren stattfinden. Dort ist neben Kranzniederlegungen unter anderem eine kurze ökumenische Andacht mit Stadtdekanin Barbara Heinrich und Dechant Harald Fischer sowie die Pflanzung eines Erinnerungs-Baumes durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge geplant. Für den Transfer zwischen der Matthäuskirche und dem Keilsberg wird ein kostenloser Bus-Shuttleverkehr angeboten, Parkplätze am Friedhof stehen an diesem Tag nicht zur Verfügung.
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