62 Entwürfe für geplantes Gaul-Denkmal
Wettbewerbs-Jury wählt fünf Kunstschaffende aus
Die Entwürfe von Jens Engelhardt (Hanau-Mittelbuchen), Martin Konietschke (Dieburg), Matthias Kohn (Aachen) und Franziska Peter (Berlin) haben sich durchsetzen können und wurden für die zweite Stufe des Wettbewerbs für das künftige August-Gaul-Denkmal ausgewählt. Eine weitere Idee – das Konzept von Michael Otto aus Berlin - hält die Jury für den geplanten Gaul-Pfad durch die Heimatstadt des Künstlers geeignet. Damit wurden fünf Künstlerinnen und Künstler aufgefordert, im nächsten Schritt ein Modell ihres gezeichneten Entwurfs herzustellen, das dann Basis der endgültigen Entscheidung im Oktober sein wird.
Insgesamt 62 Vorschläge für das geplante Gaul-Denkmal, das anlässlich seines 150. Geburtstags in Großauheim aufgestellt werden soll, sind im Rahmen des Wettbewerbs eingegangen. 13 Künstlerinnen und 49 Künstler waren dem Aufruf gefolgt und hatten ihre Konzepte eingereicht. Dabei kamen acht Entwürfe aus dem Ausland und zwölf aus der Region. Zwölf eingereichte Unterlagen waren nicht vollständig oder erfüllten nicht die Wettbewerbskriterien.
„Mit einer solch großen Resonanz auf unsere Ausschreibung haben wir nicht gerechnet“, freut sich Oberbürgermeister Claus Kaminsky über die rege Beteiligung. „Dass sich sogar Kunstschaffende aus Frankreich, Niederlande, England, Rumänien und Thailand an unserem Wettbewerb beteiligten, darf uns durchaus stolz machen.“ Dabei seien die eingereichten Entwürfe von beachtlicher Qualität gewesen, ergänzt Martin Hoppe, der als Leiter des Fachbereichs Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen die Geschäftsführung des Wettbewerbs inne hat.
Dem Gremium, das auch den finalen Entscheidungsvorschlag bestimmen wird, gehören neben dem OB auch Reiner Dunkel (Ortsvorsteher), Sabine Laber-Szillat (Geschichtsverein Großauheim), Thomas Huscher (Förderkreis Kultur), Simone Rayher (Gewerbeverein Großauheim), Beate Hofmann (Leiterin Museum Großauheim), Benjamin Pfister (stv. Leiter der Zeichenakademie Hanau, an der August Gaul studierte), Anja Batke (Stadtplanungsamt) und beratend Markus Henrich (Betriebsleiter HIS) wie Hoppe an.
Die Modelle, die bis zum 15. Oktober 2018 fertiggestellt sein müssen, werden nach dem Entscheidungsvorschlag der Jury Ende Oktober im Ortsbeirat Großauheim/Wolfgang vorgestellt. Der formelle Beschluss der Auswahl erfolgt schließlich durch den Magistrat. Die vier Modelle für das Denkmal werden zudem in einer kleinen Präsentation im Museum Großauheim der Öffentlichkeit vorgestellt.
Wie der OB in diesem Zusammenhang erinnert, eröffnete seinerzeit der Stadtentwicklungsprozess und Innenstadtumbau die Chance, mehr Kunst und Kultur im öffentlichen Straßenraum zu verwirklichen. „Die seither realisierten Werke, etwa das Oppenheim- , das Hindemith-Denkmal oder der Märchenpfad verkörpern eine gelungene Balance zwischen Tradition und Moderne. Jedes einzelne trägt heute dazu bei, mit ausdrucksstarken Alleinstellungsmerkmalen unserer Stadt ein eigenes Gesicht zu geben.“ Was in der Innenstadt mit verschiedenen Projekten bereits Wirklichkeit geworden ist, soll jetzt auch die Stadtteile erreichen. Dem Denkmal zu Ehren des Bildhauers August Gaul, das im Oktober 2019 seinen Standort in Großauheim finden wird, folgt Steinheim anlässlich des 700-jährigen Stadtjubiläums im Jahr 2020.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929
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