"Voneinander lernen"
- Russische Deutschlehrerinnen besuchen Hanau
„Herzlich Willkommen in unserer schönen Stadt Hanau“ begrüßte Bürgermeister Axel Weiss-Thiel im Seminarraum der Volkshochschule Hanau (VHS) die acht Besucherinnen aus Jaroslawl. Der Besuch aus Russland – allesamt Lehrerinnen des Deutschzentrums in Jaroslawl - ist für drei Tage Gast der Brüder-Grimm-Stadt.
Jaroslawl liegt an der Wolga, 282 Kilometer nordöstlich von Moskau, hat circa 590.000 Einwohner und ist mit Hanau seit vielen Jahren in einer für beide Seiten sehr intensiven Städtepartnerschaft verbunden. Das Deutschzentrum in Jaroslawl ist seit 1996 Partner des Goethe-Instituts und bietet Deutschkurse nach einheitlichen internationalen Standards an.
Der Hanauer Verein „Freundschaft mit Jaroslawl“ organisierte die Bildungsreise der Lehrkräfte und stellte den Kontakt zur VHS her. „Unsere Ziele sind die Förderung freundschaftlicher und partnerschaftlicher Begegnungen und Beziehungen zwischen Menschen aus beiden Städten. Wir wollen, dass Menschen zueinander finden“, sagte die erste Vorsitzende, Natalie Rudi. Der Verein engagiere sich seit 1992 in humanitären, kulturellen, wirtschaftlichen und sportlichen Bereichen, führte Rudi weiter aus.
Die Exkursion der Lehrerinnen wird geleitet von Dr. Svetlana Potapova, Direktorin des Deutschzentrums. Sie kennt Hanau bereits seit 1991, als sie zum ersten Mal eine westdeutsche Stadt besuchte. „Wir stellen fest, dass es in Russland eine immer größere Nachfrage danach gibt Deutsch zu lernen. Zurzeit haben wir 300 Kursteilnehmer pro Jahr – Tendenz steigend“, sagte die habilitierte Germanistin. Um neue Kontakte zu knüpfen, bestehende zu erweitern und den Erfahrungsaustausch auch in Zukunft zu ermöglichen, besucht die Delegation im Laufe der Woche neben der VHS auch die Hohe Landesschule in Hanau. Darüber hinaus ist ein Besuch des Goethe-Hauses in Frankfurt, sowie Führungen durch Schloss Philippsruhe, Wilhelmsbad und die Hanauer Innenstadt geplant. Im Rahmen des Austauschs soll die Internationale Kompetenz und die Offenheit gegenüber anderen Kulturkreisen gestärkt werden.
Elke Hohmann, seit 2008 Leiterin der VHS, betonte in diesem Zusammenhang die Gemeinsamkeiten mit dem Besuch aus Russland. Sowohl am Deutschzentrum in Jaroslawl als auch in der VHS in Hanau wird die deutsche Sprache gelehrt – von Sprachanfängern bis zu Fortgeschrittenen. „Die Herangehensweise an das Lehren der deutschen Sprache und die dabei gemachten Erfahrungen auszutauschen wird sehr spannend. Da gibt es sicherlich einiges voneinander zu lernen“ zeigte sich Hohmann überzeugt.
„Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Vielfalt Hanaus bringt viele neue Ideen und Anregungen – aber die müssen auch gestaltet werden“, sagte Hanaus Bürgermeister Weiss-Thiel. Die VHS sei eine der wichtigsten und größten Einrichtungen zum Deutschlernen in Hanau. „Die Sprache zu lernen ist sehr wichtig, denn sie ist der Schlüssel für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“ betonte er.
„Die Lehrer von Fremdsprachen spielen dabei eine herausragende Rolle, denn sie vermitteln nicht nur Wissen, sondern bieten auch einen emotionalen Zugang zu anderen Ländern“ sagt Weiss-Thiel. Sie seien somit Multiplikatoren für gelebte Vielfalt und Toleranz.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664
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Besuch aus Jaroslawl bei der VHS
Bildunterschrift 2: Die russische Delegation zusammen mit Vereinsmitgliedern von „Freundschaft mit Jaroslawl“, Elke Hohmann, Leiterin der VHS (3.v.l.) und Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (4.v.l.) Natalie Rudi vom Freundschaftsverein (rechts neben Weiss-Thiel) und Dr. Svetlana Potapova, Direktorin des Deutschzentrums (rechts neben Rudi) vor dem VHS-Gebäude.
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