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Hanau, 30. August 2018
Notwendige Sanierung des Regenüberlaufbeckens in der Josef-Bautz-Straße schreitet voran

Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) hat damit begonnen die zentrale Mischwasserbehandlungsanlage für den Stadtteil Großauheim an der Josef-Bautz-Straße sanieren zu lassen. Grundlage des Konzeptes ist der Erhalt der vorhandenen Bausubstanz bei gleichzeitiger Erneuerung der am stärksten durch Abwasser und Witterung beanspruchten Oberflächen. Stadtrat Thomas Morlock und HIS-Betriebsleiter Markus Henrich zeigten sich anlässlich eines Baustellenbesuchs „hocherfreut über den zügigen Fortgang der Arbeiten und das sichtbare Ergebnis“.

An der Josef-Bautz-Straße vor dem Bahnübergang der Hanauer Hafenbahn befindet sich die zentrale Mischwasserbehandlungsanlage für Großauheim. Dabei handelt es sich um ein Regenüberlaufbecken (RÜB) mit rund 400 Kubikmetern Auffangvolumen. Bei starken Niederschlägen wird dieses befüllt, wenn die Abflussmengen das Maß überschreiten, das die nachfolgende Kanalisation verkraftet. Durch das Becken wird also zunächst verhindert, dass die Kanalisation überlastet wird. Diese Abwassermengen werden aufgefangen und nach Rückgang der Abflussmengen über das Kanalnetz zum Hanauer Klärwerk geleitet.

Bei länger anhaltenden Regenereignissen läuft das Becken sozusagen über, und stark verdünntes Abwasser gelangt über eine Rohrleitung direkt in den Main. Das Becken hält in diesem Fall noch den gröbsten Schmutz zurück, so dass sich die Gewässerbelastung in einem verträglichen Rahmen bewegt. Üblicherweise kommt es relativ selten zu solch einem Überlaufereignis. Überwiegend wird in dem Becken nur Oberflächenwasser aufgefangen und wieder abgegeben.

Die Anlage an der Josef-Bautz-Straße entstand bereits Ende der 1960-er Jahre. Sie ist einigen noch als Übergabestation bekannt, weil hier das Abwasser der ehemals selbständigen Stadt Großauheim an die Hanauer Kanalisation übergeben wurde.

Während des über 50-jährigen Betriebs des RÜB wurde kaum etwas verändert. „Das deutet auf weitsichtige Planung hin“, findet HIS-Betriebsleiter Henrich. „Allerdings nagt der Zahn der Zeit an den Bauwerken und der technischen Ausrüstung, weshalb HIS nun mit einer größeren Sanierung beginnen musste“, fährt er fort.

Als erstes sind dabei die Betonbauteile an der Reihe. Bei den regelmäßigen Kontrollen wurden Risse und freiliegende Armierungseisen festgestellt. HIS hat daraufhin ein Fachbüro für Bauwerksprüfung beauftragt, den Zustand genauer zu untersuchen und Sanierungsvorschläge zu unterbreiten. Nach umfangreichen Vor-Ort-Untersuchungen und Auswertung noch vorhandener Unterlagen wurde ein Sanierungskonzept erstellt. Die Überprüfungen ergaben, dass die Bausubstanz noch erhaltenswürdig ist, da sie noch nicht so stark angegriffen ist wie die sichtbaren Oberflächen. Würde der Zustand aber unverändert belassen, wären substanzielle Schäden nicht mehr auszuschließen.

„Die größte Herausforderung besteht darin, bei laufendem Betrieb zu sanieren“, erklärt Henrich. Denn die Funktion der Anlage dürfe „so gut wie nicht eingeschränkt werden“. Aktuell komme das niederschlagsarme Wetter den Ausführenden entgegen.

Das bauleitende Büro, die Fa. TestConsult aus Frankfurt, sei mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden, so Henrich weiter. Nach Abschluss der Instandsetzung würden die Bauwerke „wieder für einige Jahrzehnte ihren Dienst leisten“. Was Stadtrat Morlock erfreut: „Das bewahrt den Gebührenzahler vor aufwändigen und damit kostenintensiven Neubauten.“

Nach Instandsetzung der Betonbauwerke werden in den nächsten Abschnitten noch einige Metallbauteile saniert und vor allem die Schaltanlage erneuert. Denn die Schaltanlage entspricht an vielen Stellen nicht mehr den heutigen sicherheitstechnischen Anforderungen. Zudem wird die Station an das zentrale Prozessleitsystem von HIS angeschlossen, um den Betrieb besser überwachen und steuern zu können.

Die erforderlichen Sanierungsleistungen wurden ausgeschrieben und den Zuschlag an die Firma Züblin aus Stuttgart erteilt. Sie hat aus Sicht von HIS bereits bei zwei kleineren Instandsetzungen an Abwasseranlagen in Großauheim bewiesen, wie leistungsfähig sie ist.

Bis zum Abschluss aller Sanierungsarbeiten wird es daher noch ein wenig dauern. HIS geht davon aus, dass bis zum Herbst 2019 die Instandsetzung abgeschlossen sein wird und die Anlage wieder ihren regulären Dienst aufnehmen kann. Die derzeitige Sanierung kostet den Eigenbetrieb rund 130.000 Euro.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

RÜB Bautz-Straße
Zu den Sanierungsarbeiten gehört der Spritzmörtelauftrag.


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