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Meldungsdatum: 05.09.2018

Einladung zum Tag des offenen Denkmals

Führung am Sonntag, den 9. September 2018 um 11:00 Uhr mit Episoden und Spukgeschichten rund um ein altes Rittergut - Denkmal Haus Pröbsting am Sonntag im Blickpunkt. Die Teilnahme ist kostenfrei!

 „Entdecken, was uns verbindet“, so lautet das Motto für den Tag des offenen Denkmals, der am kommenden Sonntag, den 9. September 2018, wieder bundesweit stattfindet. Das ehemalige Rittergut Pröbsting in der Borkener Bauerschaft Hoxfeld, dessen Ursprünge fast 800 Jahre zurückreichen, hat eine durchaus beziehungs- und verbindungsreiche Geschichte. Deshalb laden die Schlossklinik Pröbsting und das Stadtarchiv Borken am Sonntagvormittag zu einer Führung über das Gelände ein, gewähren Einblicke in das Herrenhaus und erläutern die Geschichte und bauliche Entwicklung des prägnanten Anwesens am Ostende des Pröbstingsees. Auch eine humorvolle literarische Episode wird vorgestellt.

Zur langen Reihe der Eigentümer zählten im 16. Jahrhundert ein klevischer Erbhofmeister, im Dreißigjährigen Krieg ein Hauptmann in hessischen Diensten, im frühen 19. Jahrhundert der erste königlich-preußische Landrat des Kreises Borken, Karl von Basse, und später sein Enkel, Georg Stach von Goltzheim. Dessen auf Pröbsting geborenen Töchter, die Publizistin und Frauenrechtlerin Maria von Stach (1876-1948) und die Schriftstellerin Ilse von Stach (1879-1941), erlangten später bis nach München, Berlin und Weimar einige Bekanntheit. In ihrem 1915 erschienenen Roman „Haus Elderfing“ hat Ilse von Stach dem Rittergut Pröbsting ein literarisches Denkmal gesetzt. Schon aus Raubritterzeiten stammt angeblich eine Spukgeschichte, wonach eine weiße Dame als unerlöste Seele im Herrenhaus ihr nächtliches Unwesen treibe.

Im Jahr 1895 musste das große Anwesen mit über 1.000 Hektar Land an den Grafen von Landsberg-Velen und Gemen verkauft werden, bevor es 1930 an die Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Brüder von Montabaur ging, die im Jahr 1942 schließlich von Hitlers Luftwaffen-Gaukommando in Münster enteignet wurden. Seit 1963 jahrelang unbewohnt, drohte nach einer durch die Aa-Regulierung verursachten Grundwasserabsenkung der weitgehende Verfall des Herrenhauses. Über lange Jahre hin bemühte sich der Kreis Borken um eine neue Nutzung und gewann 1986 schließlich den rheinischen Unternehmer Herbert Hillebrand dafür, Haus Pröbsting zu sanieren und zu restaurieren und für neue Nutzungen zur Verfügung zustellen. Heute dient der ruhig gelegene Gebäudekomplex als Klinik für psychologische Medizin.


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Denkmal Haus Pröbsting in Borken

Stadtarchiv Borken
Denkmal Haus Pröbsting in Borken

Haus Pröbsting – Ansicht vor den Umbau- und Restaurierungsmaßnahmen 1987/88 (Foto: Stadtarchiv Borken, Fotosammlung)


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