Stadtältester Wolfgang Windfuhr gestorben

26. September 2018.

„Wolfgang Windfuhr hat sich in hohem Maße dafür engagiert, dass Kassel heute eine Kulturstadt ist“, würdigte Oberbürgermeister Christian Geselle das Engagement des ehemaligen langjährigen Landtagsabgeordneten und Kasseler Stadtrats, der am 10. September im Alter von 82 Jahren verstarb. Er habe sich in unterschiedlichen Bereichen intensiv um die Belange der Stadt gekümmert.

 

Wolfgang Windfuhr war über Jahrzehnte hinweg politisch aktiv. Er gehörte der Stadtverordnetenversammlung von 1968 bis 1993 als Mitglied der CDU-Fraktion an, davon zwölf Jahre als Vorsitzender des Kulturausschusses. Dem Magistrat gehörte er als ehrenamtlicher Stadtrat von 1993 bis 1997 an. Von 1974 bis 1991 war Windfuhr Mitglied des Hessischen Landtags.

 

Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Präsident der Brüder Grimm-Gesellschaft war Windfuhr 23 Jahre lang Mitglied im Aufsichtsrat der heutigen documenta und Museum Fridericianum gGmbH. 1983 gründete er den Verein historischer Denkmäler, den er neun Jahre als Vorsitzender führte. Er war an der Entstehung des Museums für Astronomie und Technikgeschichte sowie der Kunsthalle Fridericianum beteiligt. Tatkräftig setzte er sich auch für den Erhalt des Drei-Sparten-Staatstheaters in Kassel ein.

 

Neben der Kultur lag Windfuhr der Bereich Bildung besonders am Herzen. So engagierte er sich für die Gründung einer Universität in Kassel. Mithilfe seines Engagements entstand unter anderem ein Hessisches Hochschulgesetz.

 

Für sein ehrenamtliches und politisches Wirken wurde Wolfgang Windfuhr mit einer Reihe von Auszeichnungen bedacht. Die Stadt Kassel verlieh ihm den Wappenring, die Ehrenbezeichnung Stadtältester und die Stadtmedaille. 1986 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 1997 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt. „Wir werden ihn und seine Verdienste für die Stadt Kassel immer in guter Erinnerung behalten“, so der Oberbürgermeister abschließend.

 

Windfuhr wurde 1936 in Lüdenscheid geboren. Er studierte Germanistik, Geschichte, Philosophie und Pädagogik in Marburg und Bonn. Anschließend wurde er Gymnasiallehrer an der Kasseler Goetheschule. Später arbeitete er als Geschäftsführer des Landesverbandes Hessen im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie.

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