Pressedienst des Kreises Borken vom 15. 11. 2019

Notarztversorgung im Raum Vreden:
Krankenkassen haben Beibehaltung des Notarzt-Standortes Vreden abgelehnt – Kreis Borken beabsichtigt Gutachten zur Klärung



Kreis Borken/Vreden.

Gestern (14.11.2019) haben die Krankenkassen gegenüber dem Kreis Borken als Träger des Rettungsdienstes noch einmal schriftlich ihre Auffassung bekräftigt, „dass das Einsatzaufkommen in Vreden unter Berücksichtigung der Zielerreichung keinen eigenen Notarztstandort (mehr) rechtfertigt." Sie betonten dabei: „Sofern der Standort Vreden in der neuen Bedarfsplanung berücksichtigt würde, würden die Krankenkassen diesen – ggf. unter Hinzuziehung der Bezirksregierung – als nicht wirtschaftlich ablehnen müssen. Daher halten wir eine ‚Interimslösung‘ mit einem Pool-Notarztsystem für nicht zielführend und lehnen diese aus den bekannten Gründen ab." Das bedeutet im Klartext, dass die Krankenkassen künftig nicht mehr die Kosten für den Notarzt-Standort Vreden tragen wollen.

Der Kreis Borken bedauert diese Haltung sehr. Trotz dieser eindeutigen Positionierung der Krankenkassen überprüft der Kreis weiterhin die Möglichkeit, die notärztliche Versorgung vom Standort Vreden aufrechtzuerhalten. Zur Untermauerung der Position des Kreises wird aus Sicht der Kreisverwaltung ein Gutachten zu den Notarztstandorten und Notarztkapazitäten erforderlich. Dem Ausschuss für Sicherheit und Ordnung des Kreistages, der am 18. November 2019 im Borkener Kreishaus tagen wird, wird die Kreisverwaltung daher ein solches Vorgehen vorschlagen.

Sofern sich der Kreis Borken und die Krankenkassen nicht einigen können, trifft die Bezirksregierung Münster letztendlich die Entscheidung, wobei die Ergebnisse aus dem Gutachten dann sicherlich eine bedeutsame Rolle spielen würden.

Die Erstellung eines solchen Gutachtens würde zwangsläufig eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Im Hinblick auf die negative Haltung der Krankenkassen bedeutet dies, dass als Alternativlösung zur bisherigen Abdeckung durch das Krankenhaus Vreden zunächst nur die Notarztgestellung von den Standorten Stadtlohn und Ahaus umgesetzt werden kann. Dafür bittet der Kreis Borken bereits jetzt um Verständnis. 

Zum Hintergrund:

§ 12 Abs. 4 Rettungsgesetz NRW besagt: „Soll den Vorschlägen der Verbände der Krankenkassen und dem Landesverband (West) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung nicht gefolgt werden, ist mit diesen eine Erörterung vorzunehmen. Hinsichtlich der kostenbildenden Qualitätsmerkmale des Bedarfsplanes ist Einvernehmen anzustreben. Kommt eine Einigung nicht zustande, trifft die Bezirksregierung die notwendigen Festlegungen."



Pressekontakt: Kreis Borken, Karlheinz Gördes, Tel.: 0 28 61 / 82 - 21 13

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