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Corona: Kontaktpersonen ermittelt, Schule vorsorglich geschlossen

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10. März 2020
Corona: Kontaktpersonen ermittelt, Schule vorsorglich geschlossen

(pen) Das Gesundheitsamt des Ennepe-Ruhr-Kreises hat im Laufe des Tages sieben Personen ermittelt, die engen Kontakt zu der 61-jährigen Hattingerin hatten, die an Corona erkrankt ist. Für alle wurde häusliche Quarantäne sowie ein Test angeordnet. Darüber hinaus bleibt die Realschule Grünstraße in Hattingen bis Freitag, 13. März, geschlossen.

 

Anlass: Zwei Enkelkinder der Patientin gehören zu den Kontaktpersonen und besuchen die Realschule. „Uns ist wohler dabei, den Schulbetrieb ruhen zu lassen, bis uns die Testergebnisse vorliegen“, nennt Amtsärztin Dr. Sabine Klinke-Rehbein die Gründe für diese Vorsichtsmaßahme.

 

Sie betont: „Niemand in der Schule hatte - so unser Kenntnisstand heute - Kontakt mit jemanden, der an Corona erkrankt ist. Wir wollen aber an dieser Stelle auf Nummer sicher gehen. Im Sinne derjenigen, die die Schule besuchen. Aber auch mit Blick auf die Notwendigkeit, jede denkbare Übertragungskette zu identifizieren, und zu unterbrechen.“

 

Um das zu erreichen, bittet sie Schüler, Lehrer und andere Beschäftigte der Schule darum, sich freiwillig in Quarantäne zu begeben und innerhalb der Wohnung von anderen Familienmitgliedern getrennt aufzuhalten.

 

„Dies nicht“, wiederholt Dr. Klinke-Rehbein, „weil sie den Coronavirus haben, sondern weil wir nicht zu einhundert Prozent ausschließen können, dass dies sein könnte.“ Mehr als diesen Verhaltenshinweis zu beachten, sei momentan nicht notwendig. Der Stand der Dinge sei so, dass das Gesundheitsamt für Schüler und Lehrer der Realschule keine Quarantäne anordnen könne und wolle.

 

In den Augen des Gesundheitsamtes ist es ein vorsorglicher Beitrag, die Kontakte soweit wie möglich zu reduzieren, um eine - wenn momentan auch eher unwahrscheinliche - Übertragungskette zu unterbrechen. Sollte sich - entgegen der Erwartung - eine andere Sachlage ergeben, ist es wichtig, dass das Gesundheitsamt kurzfristig die Schüler und Lehrer erreichen kann.

 

Im Schwelmer Kreishaus rechnen die Verantwortlichen in den nächsten Tagen mit weiteren Fällen. Aus den 6 begründeten Verdachtsfällen gestern sind inzwischen 22 geworden. Weitere Testergebnisse liegen aber noch nicht vor.

 

Stichwort Vorbeugen

 

Der beste Weg einer Erkrankung vorzubeugen ist es, grundsätzlich grundlegende hygienische Verhaltensregeln zu beachten. Dazu zählen in die Ellenbeuge und nicht in die Hände niesen oder husten, auf das Händeschütteln verzichten, das Berühren von Augen, Nase oder Mund vermeiden sowie ein ebenso regelmäßiges wie intensives Lüften von Räumen. Ebenso wichtig ist Händehygiene im Alltag. Das bedeutet insbesondere: Gründliches Händewaschen nach Personenkontakten, nach der Benutzung von Sanitäreinrichtungen und vor der Nahrungsaufnahme sowie nach Kontakt mit Gegenständen oder Materialien in der Öffentlichkeit oder mit Erkrankten.




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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Pressesprecher Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
Telefon: 02336/93 2062, Fax: 02336/93 12062
Mail: pressestelle@en-kreis.de, Internet: www.en-kreis.de