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Kreisverwaltung: Corona bestimmt Arbeitsalltag

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12. März 2020
Kreisverwaltung: Corona bestimmt Arbeitsalltag

(pen) Wie bereits in den letzten Tagen stehen die Telefone im Gesundheitsamt sowie in vielen anderen Sachgebieten der Kreisverwaltung nicht still. Corona bestimmt mehr und mehr den Arbeitsalltag vieler Beschäftigter im Schwelmer Kreishaus. Heute Vormittag standen dabei drei Grundschulen im Fokus: Die Grundschule Nordstadt in Schwelm sowie die Grundschulen Rüdinghausen und Pferdebachschule in Witten.

 

Da ein Kind, das die Grundschule Nordstadt besucht, seit heute als begründeter Verdachtsfall gilt, gestern aber noch am Unterricht teilgenommen hat, wird die Schule zunächst bis zum Wochenende geschlossen bleiben. Wie es anschließend weitergeht, hängt vor allem vom Testergebnis des Verdachtsfalls ab.

 

Besondere Herausforderung am Donnerstag: Die Entscheidung, die Schule zu schließen, fiel nach Unterrichtsbeginn und es galt zu klären, welche Kinder frühzeitiger als üblich wieder von ihren Eltern betreut werden können und welche nicht. Letztere wurden selbstverständlich nicht nach Hause geschickt.

 

Die Grundschule Rüdinghausen blieb heute Morgen aufgrund einer vorsorglichen Entscheidung der Schulleitung geschlossen. Anlass dafür war die dort vorliegende Information, dass ein Freund eines Kindsvaters Kontakt zu einem Coronapatienten hatte. Da dieser Sachverhalt eine Schließung allerdings nicht nötig macht, wird die Schule morgen wieder öffnen.

 

An der Pferdebachschule, an der auch heute Unterricht stattfindet, ist der Sachverhalt ein anderer, die Entscheidung aber identisch. Dort ist der Vater einer Schülerin Kontaktperson eines Erkrankten gewesen. Der Vater ist Stand heute gesund, damit gilt seine Tochter als Kontaktperson eines Gesunden. Der Vater hält sich zuhause getrennt von der Familie auf und wird täglich vom Gesundheitsamt angerufen. Sollten sich bei ihm Symptome zeigen, müsste die Tochter vorsorglich zuhause bleiben.

 

Den Verantwortlichen im Kreishaus ist bewusst, wie verunsichert viele Bürger und insbesondere auch Eltern aufgrund der derzeitigen Lage sind. Als Maßstab für ihre Entscheidungen unter anderem bei der Frage, ob Schulen zu schließen sind oder Quarantäne angeordnet werden muss oder soll, nutzen sie die Vorgaben und Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

 

An die Bevölkerung appellieren sie zum einen, grundlegende hygienische Verhaltensregeln zu beachten. Zum anderen könnten Übertragungsketten nur unterbrochen oder verlangsamt werden, wenn jeder Einzelne sich sehr verantwortungsbewusst verhalte und sich immer wieder die Frage stelle, ob sein Verhalten geeignet ist, dem Virus das Verbreiten zu erschweren.

 

Stichwort Informationen

 

Bürger aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, die Fragen rund um das Corona-Virus haben, können sich an das vom Kreis dafür eingerichtete Bürgertelefon unter der Rufnummer 02333/4031449 wenden. Das Telefon ist täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Die Zahl der Plätze wurde inzwischen auf sieben aufgestockt. Da die Zahl der Anrufe parallel stetig steigt, ist allerdings mit Wartezeiten zu rechnen.

 

Antworten auf häufig gestellte Fragen liefert auch die Internetseite der Kreisverwaltung unter www.en-kreis.de. Dort finden sich auch Informationen in Englisch, Französisch, Russisch, Albanisch, Arabisch, Serbisch, Persisch, Türkisch und Rumänisch.




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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Kira, Scheven, Franziska Horsch, Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
Telefon: 02336/93 2062, Fax: 02336/93 12062
Mail: pressestelle@en-kreis.de, Internet: www.en-kreis.de