Norden.
Am frühen Vormittag wurde der Stadtbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Norden zur Deichmühle gerufen, die durch den Sturm außer Kontrolle geraten war. Bei seinem Eintreffen an der Bahnhofstraße war die Mühle aus dem Wind gedreht und lief rückwärts. Da dabei die große Gefahr bestand, dass der Mühlenkopf dem Druck aus der verkehrten Richtung nicht standhielt, und außerdem eine Überlastung der Flügelbremse durch Überhitzung zu einem Brand führen konnte, wurde sofort die Feuerwehr alarmiert und eine Straßensperrung durch die Polizei veranlasst.
Es gelang, nach Einschalten des Mahlwerks die Mühle so zu belasten, dass sie schließlich gebremst werden konnte. Mit Seilen, Kanthölzern und Hartholzkeilen wurde das Werk gesichert. Damit war die größte Gefahr gebannt. Da aber die Mühlenflügel weiterhin dem Winddruck von hinten standhalten mußten und die Windvoraussagen im Laufe des Tages Spitzenstärken von 10-11 = 103-117 km pro Stunde ankündigten, mußte die Straße vor der Mühle zunächst weiter gesperrt bleiben, was zu längeren Staus im Laufe des Vormittags führte. Über das weitere Vorgehen sollen Experten aus Holland entscheiden, deren Ankunft noch am Vormittag erwartet wurde.
Außer der Feuerwehr war auch wieder das Deutsche Rote Kreuz im Einsatz und zusätzlich auch das Technische Hilfswerk.
Eine Information der Freiwilligen Feuerwehr Norden