Leer - 23. Mai 2002. Für die "Produktionsschule", die vom Arbeitskreis Schule in Rhauderfehn zusammen mit einem niederländischen Projektpartner geplant wird, ist die Finanzierung nach Mitteilung von Landrat Bernhard Bramlage jetzt gesichert. Der Interreg-Lenkungsausschuss der Ems Dollart Region habe jetzt für einen Zeitraum von drei Jahren rund 715.000 Euro zur Verfügung gestellt. Der Landkreis Leer beteiligt sich mit knapp 400.000 Euro.
Mit dem Projekt wollen der Arbeitskreis Schule Rhauderfehn und "Werkprojecten Groningen" das Problem der Jugendarbeitslosigkeit, speziell für ausgegrenzte und von Ausgrenzung bedrohte Jugendliche mit Mehrfachproblemen, grenzübergreifend angehen. Wie Landrat Bramlage dazu erläutert, wird sowohl im Landkreis Leer als auch in und um Groningen von den Trägern der Jugendhilfe und von Schulen seit einigen Jahren festgestellt, dass immer mehr Jugendliche aus dem üblichen Betreuungsrahmen herausfallen. Für diese Jugendlichen in sogenannten Randgruppen sei eine spezielle auf sie zugeschnittene Betreuungsform nötig, um sie auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren und aus der Ausgrenzung heraus zu führen.
Der Arbeitskreis Schule Rhauderfehn und Werkprojecten Groningen haben beschlossen, eine langfristige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Jugendarbeit anzustreben.
Der Kreistag in Leer hat bereits im Frühjahr bei seinen Haushaltsberatungen den Anteil des Landkreises für das Projekt zur Verfügung gestellt. Die weiteren Mittel kommen aus der niederländischen Staatsverwaltung, vom Land Niedersachsen, von der Provinz und der Ge-meente Groningen, von den beiden Trägern, einer niederländischen Stiftung und der Stiftung Klosterkammer.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer
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