Magdeburg.
Aufgrund der aktuellen Prognosen müssen die bislang vom Hochwasser bedrohten Stadtteile vorerst nicht evakuiert werden müssen. Zu diesem Entschluss kam der Katastrophenschutzstab unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper auf seiner Sitzung am heutigen Nachmittag. Wer seine Wohnung bereits verlassen hat, kann vorerst zurückkehren.
Nach den Expertenmeinungen des Stabes besteht jedoch kein Grund zur Entwarnung. Bereits auf seiner Sitzung am morgigen Samstag wird der Stab erneut über eine mögliche Evakuierung beraten. Zunächst können die Bürger Ostelbiens jedoch in ihren Wohnungen und Häusern bleiben. Außerdem sollten die Anwohner der betroffenen Stadtteile ihre bislang vorgenommen Schutzmaßnahmen auf jeden Fall aufrecht halten.
Die Sicherung eines etwa 12 Kilometer langen Deichabschnitts östlich der Elbe sowie die Schutzmaßnahmen im Bereich des Wittenberger Platzes werden unvermindert fortgesetzt.
Unterdessen sind insgesamt etwa 1.500 Hilfskräfte im Einsatz. Die bei der Hotline und dem Katastrophenschutzstab eingegangenen Hilfsangebote aus der Zivilbevölkerung sind überwältigend. Der Katastrophenschutzstab bitte deshalb um Verständnis, dass nicht alle Angebote sofort berücksichtigt werden können. "Dennoch sind wir weiterhin bestrebt, jedes Hilfsangebot, dass uns aus der Bevölkerung erreicht, anzunehmen", so der Beigeordnete für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung Holger Platz. "In dieser schwierigen Situation ist es schön, dass sich die Magdeburger mit einer Welle der Hilfsbereitschaft gegenseitig so eindrucksvoll unterstützen."