Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 17. August 2002

Weiterhin noch keine Evakuierung

Magdeburg. Aufgrund der aktuellen Hochwasserprognosen müssen die Bewohner der Gebiete Ostelbiens vorerst noch nicht evakuiert werden. Das beschloss der Katastrophenschutzstab der Landeshauptstadt Magdeburg unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper auf seiner Zusammenkunft am heutigen Nachmittag.

Nach einem Bericht zur Lage kam der Stab zu dem Ergebnis, dass die erreichten Pegelstände und die prognostizierten Werte momentan noch keine Evakuierung notwendig machen. Über eine Evakuierung zu einem späteren Zeitpunkt wird am morgigen Sonntag, 18. August, entschieden.

Zeitgleich appelliert der Katastrophenschutzstab an diejenigen, die schon Quartier außerhalb der bedrohten Stadtteile gefunden haben, vorerst dort zu bleiben. "Eine mögliche Evakuierung würde erleichtert werden, wenn weniger Personen betroffen sind", erläutert der Leiter des Amtes für Brand und Katastrophenschutz Helge Langenhan die Empfehlung des Stabes.

Der Herrenkrug nördlich der Eisenbahnbrücke ist ab heute, 22.00 Uhr, voll gesperrt. Grund sind Überschwemmungen, die aus dem Bereich des Umflutkanals kommen. Der Bahndamm im Süden des Herrenkruges soll zum Schutz vor dem Wasser als Deich genutzt werden. Dazu werden die Bahndammunterführungen entsprechend verschlossen.

Die weiteren Schutzmaßnahmen im Stadtgebiet werden unvermindert fortgesetzt. Bereits abgeschlossen ist die Erhöhung des zwölf Kilometer langen Deichabschnittes zwischen der Büchnerstraße und der Kreuzhorst. Auch die Sicherungsmaßnahmen in der Turmschanzenstraße sind beendet.

Der Katastrophenschutzstab bittet darum, keine Lebensmittel in die Hermann-Gieseler-Halle zu bringen, da dort weder Kühl- noch Lagerungsmöglichkeiten bestehen. Außerdem wird die Bevölkerung aufgefordert, gesperrte Gebiete nicht zu betreten. Kinder sollten nicht in Überschwemmungsgebieten spielen.

Derzeit sind mehr als 3.000 Menschen im Katastropheneinsatz. Darunter sind knapp 2.500 freiwillige Helfer, etwa 400 Bundeswehrsoldaten, 140 Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes und über 100 Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren.


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