Magdeburg.
In der kommenden Nacht erwartet Magdeburg den Scheitelpunkt der Flut bei einem Pegelstand von 6,90 Metern. Eine Überflutung der Deiche ist nicht zu erwarten. Allerdings beeinträchtigt die Dauerbelastung durch das Hochwasser die Sicherheit der Deiche und Dämme. Bei einer nochmaligen Prüfung vor Ort haben die Experten des Krisenstabs den Eindruck gewonnen, dass die Deiche stabil bleiben. Die Einsatzkräfte haben die Deichwachen verstärkt. Eine Evakuierung der östlichen Stadtteile ist deshalb vorerst nicht notwendig. Auf eine mögliche Evakuierungssituation ist die Stadt jedoch vorbereitet.
"Wir rechnen damit, dass der Pegel bis zum 24. August auf 5,80 Meter zurück geht", fasst Trümper die aktuellen Prognosen für die folgenden Tage zusammen. "Das bedeutet, dass die Deiche weiterhin enormen Belastungen ausgesetzt sind und wir mit Beschädigungen rechnen müssen." Für notwendige Sicherungsmaßnahmen an den Deichen und Dämmen liegen tausende Sandsäcke an verschiedenen Punkten der Stadt bereit, etwa 2600 Helfer von Feuerwehr, THW, DLRG, DRK und anderen Organisationen stehen zur Verfügung. "Sofern weitere freiwillige Helfer benötigt werden, wird der Katastrophenstab über die Medien informieren."
Um ein sicheres Durchkommen der Einsatzkräfte zu gewährleisten, hat der Oberbürgermeister den geplanten Auto- und Trödelmarkt am August-Bebel-Damm untersagt. Ein neuer Termin wird über die Medien bekannt gegeben.
Im Laufe des Tages haben Mitarbeiter des Tiefbauamtes die Faulmannstraße in Salbke und die Calenberger Straße (Zufahrtsstraße Randau) gesperrt. Schaulustige behinderten in der Calenberger Straße die Arbeiten an den Deichen. Es wird empfohlen, den örtlich beschilderten Umleitungen zu folgen.