Leer - 21. August 2002. Eine gezielte Hilfe bei der Bewältigung der Folgen aus der Flutkatastrophe plant der Landkreis Leer in einem Landkreis in Sachsen-Anhalt. Dieses Bundesland war nach der politischen Wende das Partnerland von Niedersachsen. Das hat Landrat Bernhard Bramlage jetzt zum Anlass genommen, mit dem lange in Leer wohnhaften Geschäftsführer des sachsen-anhaltinischen Landkreistages Karl Gertler telefonisch Kontakt aufzunehmen. Die beiden Gesprächspartner waren sich darin einig, dass die vom Land angestrebte Hilfe im Rahmen einer Art "Projektpartnerschaft" zwischen zwei Landkreisen eine wirksame Hilfsmöglichkeit für die Zeit nach der Flut sei.
Dabei soll bei der Organisation der Hilfe an die bestehenden Strukturen der Katastrophenschutzstäbe angeknüpft werden. Sie hätten sich bei der Krisenbewältigung bewährt, verfügten über umfassende Informationen im gesamten Kreisgebiet und seien darum eine gute Basis für die Koordinierung von Hilfsmaßnahmen. In dem Gespräch zwischen Gertler und Bramlage wurde vereinbart, dass der Geschäftsführer des Landkreistages sich zunächst umgehend mit dem Chef der Staatskanzlei in Magdeburg in Verbindung setzt, um die nächsten Schritte zügig zu konkretisieren. Bramlage geht davon aus, dass in Kürze ein Kreis aus Sachsen-Anhalt benannt wird, in dem Hilfe besonders dringend ist.
Bramlage sagte weiter, er werde sich parallel mit den Städten und Gemeinden des Landkreises Leer in Verbindung setzen, um sie in das Projekt einzubeziehen. Er begrüßte dabei ausdrücklich, dass der Bürgermeister der Stadt Leer, Wolfgang Kellner, bereits zu einem Gespräch über die Or-ganisation von Hilfsmaßnahmen in das Rathaus eingeladen habe. Weitere positive Signale, dass die Kommunen zur Unterstützung bei Hilfsprojekten bereit seien, habe er bereits erhalten, so der Landrat. Der Landkreis Leer biete an, die Hilfsmaßnahmen zur koordinieren. Dabei solle eine Arbeitsgruppe damit beauftragt werden, sich zunächst ein möglichst objektives Bild von der Situation vor Ort verschaffen, um so alle Hilfsmaßnahmen effektiv am konkreten Bedarf auszurichten.
Die Notwendigkeit zur Hilfe werde leider noch längere Zeit über die aktuelle Lage hinaus bestehen, so Bramlage. Darum sei es wichtig, jetzt Grundlagen für Hilfen gegen die Not nach der Katastrophe zu schaffen.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer
Landkreis-Leer ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.
Landkreis Leer
Bergmannstraße 37 D-26789 Leer Telefon: +49 (0) 491 / 926-1254 Telefax: +49 (0) 491 / 926-1200 E-Mail: pressestelle@landkreis-leer.de |