Leer - 13. Dezember 2002. Geschenke kommen von Herzen und entsprechend liebevoll werden sie oft verpackt. Damit aber nicht alle Jahre wieder eine Flut von Verpackungsmüll zum Weihnachtsfest mitverschenkt wird, zeigt die Abfallberatung des Landkreises Leer anhand von Beispielen auf, wie es auch anders geht.
"In vielen Fällen kann ganz auf Geschenkverpackungen verzichtet werden", lautet eine der Empfehlungen. Topfpflanzen und Schnittblumen benötigten keine zusätzliche Folie oder sonstige Hülle, um gut auszusehen. Pralinen sollten nicht in aufwendigen Mehrfachverpackungen, sondern zum Beispiel in einer Bonboniere verschenkt werden. Mehrfach und aufwendig verpackte Geschenkartikel sollten generell im Regal stehen bleiben, weil auch die Verpackung noch mitbezahlt werden muss.
Weitere Tipps der Abfallberater: Kleidungsstücke benötigen nicht unbedingt eine Weihnachtspapierhülle. Sie können mit einer wiederverwendbaren Textilschleife und einem Tannenzweig verschönert werden, Kreativität ist gefragt. Schachteln aus Pappe und Holz - gekauft oder selbst gebastelt oder bemalt- können ebenso als Geschenkverpackung dienen wie Stoffreste, ein Stofftaschentuch für kleine Geschenke oder ein Frotteehandtuch für ein Sauna-Abbonement.
Werden die Geschenke doch schon in den Geschäften oder später selbst verpackt, sollte darauf geachtet werden, dass kein alubedampftes Papier (metallisch glänzend) oder Glitzerfolie aus Kunststoff verwendet wird. Diese schaden der Umwelt schon bei der Herstellung. Viele Läden bieten als Alternative Geschenkbogen aus Recyclingpapier an. Auch das übriggebliebene Weihnachtspapier vom vergangenen Jahr kann wiederverwendet werden.
Nach Auffassung der Abfallberatung sind bei der Auswahl alternativer Verpackungsformen der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Wenn auch Vielen ein völliger Verzicht auf das Einpacken von Geschenken unmöglich erscheine, so könne durch die Umsetzung von einigen Anregungen die Verpackungsflut zum Weihnachtsfest eingedämmt werden. Der trotz aller Bemühungen dennoch anfallende Verpackungsmüll sollte zumindest sortiert und nicht als Restabfall entsorgt werden.
Erreichbar ist die Abfallberatung unter der kostenlosen Hotline 0800 – 9 25 24 23.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer
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