Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 07. Januar 2003

Entspannung an den Nebenflüssen, Deiche werden rund um die Uhr bewacht

Magdeburg. Das Hochwasser der Elbe ist in den vergangenen 24 Stunden etwas schneller gestiegen als vorhergesagt. Heute vormittag 11.00 Uhr zeigte der Pegel an der Magdeburger Strombrücke 5,53 Meter. Der Scheitel wird für Donnerstag bei 5,65 Metern erwartet. Rund um die Uhr sind auf den Deichen der Elbe und des Umflutgeländes Deichwachen im Einsatz. Die Feuerwehr steht bereit, um bei Bedarf Sickerstellen mit Sandsäcken abzudichten.

Während die Pegel in Usti und Dresden schon wieder sinken, hat die Elbe in Magdeburg noch immer steigende Tendenz: Bis Donnerstag erwarten die Experten nochmals ein Plus von 12 Zentimetern. Dann wird der Scheitel mit 5,65 Metern erreicht sein und er soll mindestens 24 Stunden bei dieser Höhe verharren.

Gestern 16.00 Uhr wurde für die Elbe im Raum Magdeburg die Hochwasserwarnstufe III ausgerufen, ab 21.30 Uhr galt auch für das Umflutgebiet Warnstufe III. "Alle Aufmerksamkeit gilt deshalb den Deichen", so der Leiter des Krisenstabes in Magdeburg, Holger Platz. Auf allen Deichen entlang von Elbe und Umflut sind ganztägig im Drei-Schicht-System Streifen unterwegs. "Auch die schwer zugänglichen Deiche an der Stadtgrenze zu Gübs und Wahlitz werden rund um die Uhr bestreift."

Durch die engmaschige Kontrolle kann die Feuerwehr sofort eingreifen, wenn am Deichfuß Sickerstellen sichtbar werden. Dies war heute Mittag in Alt-Prester notwendig. "Dort hatte sich eine Sickerstelle gebildet, die durch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rothensee mit Sandsäcken abgedichtet wurde", berichtet Holger Platz von einem wichtigen Einsatz der Feuerwehr am heutigen Tag. Das Sandsack-Depot der Feuerwehr ist gut gefüllt. "Nach dem August-Hochwasser haben wir einen Teil der Sandsäcke eingelagert, um für spätere Hochwasser gerüstet zu sein. Das macht sich jetzt bezahlt."

Entspannung weiterhin an den Nebenflüssen der Elbe im Stadtgebiet von Magdeburg. "Hier sorgen Frost und Schnee für eine Verschnaufpause", so Holger Platz. Trotzdem ist das Technische Hilfswerk im Bereich der Furtlake und im Ehlegrund weiterhin mit Pumptechnik im Einsatz, um den Wasserstand zu halten. 22 Kameraden des THW aus Berlin und Magdeburg pumpen dort 1070 m³ Wasser pro Stunde ab.

Rund um die Uhr im Einsatz ist auch die Freiwillige Feuerwehr Olvenstedt, die die Versorgung der Einsatzkräfte mit Essen und warmen Getränken sicher stellt.


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