Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 11. Januar 2003

Lage an Elbe und Nebenflüssen stabil,Stab bereitet sich auf Wetterumschwung vor

Aktuelle Hochwasser-Situation in Magdeburg

Magdeburg. In Magdeburg geht das Hochwasser der Elbe langsam zurück, der Pegel sinkt täglich ca. 10 Zentimeter. Allerdings bringt die Saale weiterhin viel Wasser, in Thüringen werden Staubecken geleert, damit sie für die Aufnahme der angekündigten Niederschläge gerüstet sind. "Aktuell gilt die gesamte Aufmerksamkeit des Einsatzstabes der Entwicklung des Wetters"" nennt dessen Leiter Holger Platz die derzeitigen Prioritäten.

Insgesamt ist die Situation an den Deichen von Elbe und Umflut stabil, auch wenn die Zahl kleinerer Sickerstellen wächst. "So lange das Sickerwasser klar bleibt, besteht keine Gefahr", erläutert der Leiter des Magdeburger Umweltamtes, Rolf Warschun. Die Deichwachen sind weiterhin rund um die Uhr im Einsatz, um Sickerstellen und Eisstaus aufzuspüren, damit die Feuerwehr bei Gefährdungen sofort eingreifen kann. Angespannt ist die Situation im Herrenkrug, im Herrenkrughotel muss Drängwasser abgepumpt werden, um ein Volllaufen der Keller zu vermeiden. Dort hat das THW gestern den Hotelbetreiber beim Pumpen unterstützt, allerdings hat sich das Hotel nach dem August-Hochwasser auch selbst mit entsprechender Technik ausgestattet.

Derzeit bereitet sich der Stab für außergewöhnliche Ereignisse auf das für die kommende Woche angekündigte Tauwetter vor. "Die Niederschlagswahrscheinlichkeit für den Raum Magdeburg liegt aktuellen Prognosen zufolge bei 80 %", so Einsatzleiter Platz. "Entscheidend wird die Menge der Niederschläge sein." Da der Boden wegen der strengen Fröste der letzten Woche tief durchgefroren ist, müssen Schmelzwasser und Niederschläge über Kanalisation, Gräben und die kleinen Nebenflüsse der Elbe abfließen. Bei starken Regenfällen könnte sich die Lage dort wieder zuspitzen. "Der Stab hat deshalb für diesen Fall Verstärkung beim Regierungspräsidium erbeten."


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