Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 21. März 2003

Moderne Neubauten für das Städtische Klinikum übergeben

Bau des Funktionsgebäudes und Bettenhauses beendet

Nach dreijähriger Bauzeit wurden heute mit einer feierlichen Schlüsselübergabe sowohl das neue Bettenhaus als auch der OP-Neubau des Städtischen Klinikums Magdeburg ihrer Bestimmung übergeben. Das Klinikum wird in den beiden Neubauten in den folgenden Wochen 235 Betten in modernen Patientenzimmern, 10 OP-Säle, eine neue Intensivstation sowie eine Notfallambulanz in Betrieb nehmen.

Das Städtische Klinikum Magdeburg ist nach den Universitätskliniken Halle und Magdeburg der drittgrößte Klinikstandort in Sachsen-Anhalt. Knapp 1.500 Mitarbeiter betreuen in den beiden Krankenhäusern Altstadt und Olvenstedt jährlich ca. 26.000 stationäre Patienten. Für die Versorgung stehen in den 13 Fachkliniken des Klinikums insgesamt 759 Betten zur Verfügung.

Die operativen Fachrichtungen der Krankenhäuser Altstadt und Olvenstedt werden am Standort Olvenstedt im Neubau des Funktionsgebäudes und im neuen Bettenhaus ihre Heimat finden. Der Umzug der chirurgischen Kliniken aus dem Krankenhaus Altstadt ist Teil der Zielplanung des Stadtrates der Landeshauptstadt für das Städtische Klinikum Magdeburg aus dem Jahr 1997 und des Beschlusses zur Weiterentwicklung der Zielplanung vom 2.11.2000. Entsprechend dieses Beschlusses werden, nach Abschluss der Modernisierung des alten Bettenhauses, alle Kliniken des Städtischen Klinikums am Standort Olvenstedt ein modernes und leistungsfähiges Zentrum der Gesundheitsversorgung für die Region bilden.

"Wer künftig die medizinische Betreuung des Städtischen Klinikums in Anspruch nimmt, wird schnell feststellen, dass die Zusammenlegung unserer beiden Standorte kürzere Wege zwischen den einzelnen Fachbereichen und damit mehr Effizienz, aber keine Einschnitte bei den medizinischen Leistungen bedeutet", so Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.

Die Planung für das neue Funktionsgebäude und das neue Bettenhaus 1 begann 1998. Baubeginn für das Funktionsgebäude war am 19.April 2000, für das Bettenhaus 1 am 11. Mai 2001. Die Förderung beider Objekte erfolgt aus Mitteln des Landes und des Bundes. Die Investitionssumme für das Funktionsgebäude beträgt 32 Millionen Euro, für das Bettenhaus 1 22 Millionen Euro.

In jeder Ebene des neuen Bettenhauses 1 befinden sich zwei Stationen:

· Ebene 0 Wachstation mit 25 Betten und Notfallambulanz · Ebene 1 Neurologie, Neurochirurgie und HNO mit zwei Stationen a 35 Betten · Ebene 2 Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie mit zwei Stationen a 35 Betten · Ebene 3 Viszeralchirurgie, Allgemeinchirurgie mit zwei Stationen a 35 Betten In jedem der modernen und angenehm gestalteten Ein- bis Drei-Bettzimmern stehen den Patienten, neben Telefon und TV, ein Bad und ein WC zur Verfügung.

Bei der Planung wurden auch speziellen Anforderungen an Patientenzimmer berücksichtigt, so dass es den Patienten zum Beispiel möglich ist, auch im Liegen aus den Fenstern zu sehen.

Im neuen Funktionsgebäude werden in einem zentralen OP-Bereich zehn moderne OP-Einheiten, eine Intensivtherapiestation mit 24 Betten, die Aufwachräume und die Sterilisationsabteilung in Betrieb gehen. Mit dem Zentral-OP wird die bisherige Zersplitterung der operativ tätigen Fachkliniken in vier OP-Bereiche an zwei Standorten beendet. Das ermöglicht ein besseres fachübergreifendes Arbeiten zum Wohle des Patienten, eine effektivere Planung der Kapazitäten und eine wirtschaftlichere Nutzung teurer medizinischer Großgeräte.

Ein ausgeklügeltes zentrales OP-Management überwacht und steuert die Abläufe in den OP-Sälen und verteilt die benötigten Kapazitäten, so dass für die Patienten des Städtischen Klinikums künftig verschobene OP-Termine weitgehend vermieden werden können.

Die neu entstandene Notfallambulanz im Erdgeschoss des Bettenhausneubaus wird mit eigenem OP-Bereich und modernster Diagnosetechnik die optimale Versorgung von Verletzten sicherstellen. Eine direkte Anbindung an den Hubschrauberlandeplatz sichert kurze Wege.

Die nach neuestem Stand der Technik ausgestattete Intensivtherapiestation im Funktionsgebäude verfügt über 24 Intensivbetten. Betreut von speziell qualifizierten Schwestern, Pflegern und Anästhesisten werden hier lebensbedrohlich erkrankte Patienten überwacht und behandelt.

In den kommenden Wochen werden die fünf operativ tätigen Kliniken für Allgemein- und Viszeralchirurgie , Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Gefäßchirurgie , Neurochirurgie, die Klinik für HNO-Heilkunde sowie die Klinik für Neurologie und Psychiatrie aus den Krankenhäusern Altstadt und Olvenstedt ihren Umzug beginnen und die Neubauten in Betrieb nehmen. Da die leerzuziehenden Stationen bis zur letzten Minute voll funktionsfähig bleiben, wird es zu keinen Abstrichen in der medizinischen Versorgung der Patienten während der Umzugsphase kommen. Zur Koordinierung der mit dem Umzug verbundenen Aufgaben wurde im Haus ein Lenkungsausschuss geschaffen, der seit Mai 2001 mit der Vorbereitung dieser großen logistischen Aufgabe befasst ist. Alle Mitarbeiter wurden frühzeitig in das Projekt "Umzug" mit einbezogen sowie über alle Planungen sowie strukturellen und personellen Veränderungen informiert.

Für den Transport von Dokumenten, Medikamenten und medizinischen Materialien werden 2000 Umzugskisten gepackt, parallel mit den Patienten zu den neuen Stationen transportiert und hier praktisch übergangslos für die Versorgung der Patienten zur Verfügung stehen. Mehrere Tonnen chirurgischer Instrumente und medizinischer Geräte werden von den Mitarbeitern des Klinikums fachgerecht in Spezialbehältnisse verpackt, nach dem Transport wieder sterilisiert und im neuen OP-Bereich bereit gestellt.

Ausblick Mit der Fertigstellung des Funktionsgebäudes und des Bettenhauses 1 sind die Baumaßnahmen des Städtischen Klinikums Magdeburg noch nicht beendet. Bereits begonnen haben die Gründungsarbeiten für ein Bettenhaus mit 30 Betten der Kinder- und Jugendpsychiatrie und 80 Betten der Psychiatrie. Diese Maßnahmen werden aus Mitteln des Landes und des Bundes in einer Höhe von 29 Millionen Euro gefördert. Auch der Umbau der Küche sowie Umbaumaßnahmen im Labor und in der Radiologie sind bereits in der Realisierungsphase und befinden sich teilweise kurz vor Fertigstellung.

Die notwendige Modernisierung des vorhandenen alten Bettenhauses des Krankenhauses Olvenstedt wurde planerisch bearbeitet und befindet sich in der Prüfphase.

Nach Realisierung aller Neubauten und dem Abschluss der Modernisierungsmaßnahmen im Jahre 2006, wird den Bürgern der Region Magdeburg das komplette medizinische Leistungsspektrum des Städtischen Klinikums in Magdeburg-Olvenstedt zur Verfügung stehen.

Unterstützt durch modernste Technik und wird für die Patienten in einer angenehm gestalteten Umgebung ein hoher medizinischer Versorgungsstandard gesichert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Städtischen Klinikums Magdeburg begleiten und versorgen unter verbesserten Arbeitsbedingungen die Patienten weiterhin mit menschlicher Zuwendung und mitfühlender Fürsorge.

Bei Rückfragen: Städtisches Klinikum Magdeburg Uwe Rühl (03 91) 7 91 20 15 www.klinikum-magdeburg.de


[Drucken]


Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
FAX: (03 91) 5 40 21 27
E-Mail: presse@magdeburg.de
URL: www.magdeburg.de

Die Pressestelle "Landeshauptstadt Magdeburg" ist Mitglied bei presse-service.de [http://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. presse-service.de