Landkreis Leer | Presseinformation

Hinweis und Einladung an die Redaktionen

10. Juni 2003. Sehr geehrte Damen und Herren,

mit der Einladung zum Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus, Kreisentwicklung und Verkehr am 12. Juni 2003 um 15.45 Uhr im großen Sitzungssaal der Gemeinde Moormerland, Theodor-Heuss-Str. 12, 26802 Moormerland, erhielten Sie auch den Hinweis, dass vor der eigentlichen Sitzung um 14.30 Uhr eine Betriebsbesichtigung der Firma Hansa Polytechnik, Wankelstraße 5, Moormerland, stattfindet. Konkreter Anlass ist der Auftrag zur Lieferung aller Schalungsformen für die Herstellung der Stelen für das Mahnmal der ermordeten Juden Europas in Berlin.

Die Firmenleitung hat mich heute noch einmal gebeten, auf die Bedeutung dieses Auftrages hinzuweisen und die Einladung an die Redaktionen auch im Namen der Firma zu bekräftigen.

Hintergrundinformationen zum „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“:

Bauherr: Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas Architekt: Peter Eisenmann, New York/USA Fertigstellung: voraussichtlich 2004

Am 25. Juni 1999 beschloss der Deutsche Bundestag den Bau des Denkmals für die ermordeten Juden Europas. Im Herzen Berlins, in unmittelbarer Nähe des Parlaments- und Regierungsviertels gelegen, soll das Denkmal an die jüdischen Opfer des nationalsozialistischen Terrors erinnern.

Der Entwurf des New Yorker Architekten Peter Eisenmann stellt eine radikale Auseinandersetzung mit dem herkömmlichen Denkmalbegriff dar. In seiner Offenheit lässt er Raum für persönliches Erinnern, Gedenken und Trauern.

Eisenmanns Entwurf sieht ein Feld mit ca. 2.700 rasterförmig angeordneten Betonstelen vor. Die 0,95 Meter tiefen und 2,38 Meter breiten Stelen unterscheiden sich nur in der Höhe voneinander. Sie werden auf einem sanft, aber unregelmäßig abgesenkten Gelände von rund 19.000 Quadratmetern stehen. Das Feld ist von allen vier Seiten vollständig begehbar, seine wellenförmige Gestalt wird von jedem Standort aus anders wahrgenommen.

Da das Stelenfeld keinen eigentlichen Eingang, keine Mitte und kein Ende hat, werden seine Besucher ihren eigenen Weg hinein und hinaus finden. Im Westen des Stelenfelds werden 41 Bäume in lockeren Gruppen als Übergang zum Tiergarten gepflanzt.

Das Denkmal wird um einen Ort der Informationen ergänzt, der in der südöstlichen Ecke des Stelenfelds unterirdisch angelegt wird. In mehreren Ausstellungsräumen werden Informationen zu den Opfern der nationalsozialistischen Judenvernichtung präsentiert.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer


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