Nach einer geplanten Bauzeit von knapp zweieinhalb Jahren soll der Straßenverkehr im Bereich des Magdeburger Universitätsplatzes ab Ende 2005 durch einen rund 350 Meter langen Tunnel geführt werden. *Mit der Realisierung des Vorhabens wird ein wichtiger Schritt getan, die zunehmenden Verkehrsbelastungen im nördlichen Zentrum der Landeshauptstadt spürbar zu verringern", sagte Sachsen-Anhalts Bau- und Verkehrsminister Dr. Karl-Heinz Daehre heute bei der Übergabe des Fördermittelbescheids an den Magdeburger Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.
Das Land fördert den Bau des 14,5 Millionen Euro teuren Tunnels mit 8,9 Millionen Euro. Die erste Auszahlungsrate von 1,9 Millionen Euro soll noch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt werden.
Nach Auskunft von Daehre schließt das Bauvorhaben die Neugestaltung des Universitätsplatzes ein. So könne nicht nur der Durchgangsverkehr in Ost-West-Richtung sowie der öffentliche Personenahverkehr nach Abschluss der Baumaßnahme zügiger fließen, sondern zugleich die Rad- und Gehwegführung verbessert werden. Darüber hinaus werde durch die veränderte Platzgestaltung eine städtebauliche Aufwertung des Bereichs vor dem Theater der Landeshauptstadt erreicht sowie die räumliche Distanz zwischen dem Nordabschnitt des Breiten Weges und dem nahegelegenen Universitätsgelände verringert. *Die angestrebte Verbesserung der verkehrlichen Situation ist somit auch ein Beitrag, die Attraktivität der Stadt in diesem Abschnitt zu erhöhen", so der Minister.
Zu Ihrer Information:
Der Zeitplan sieht vor, dass nach den bereits begonenen Vorberei-tungsmaßnahmen wie der Umverlegung von Straßenbahngleisen und Versorgungsleitungen im November dieses Jahres mit dem Bau des eigentlichen Tunnels begonnen wird.
Von den Gesamtkosten in Höhe von rund 14,5 Millionen Euro sind rund 11,9 Millionen Euro zuwendungsfähig. Die vorgesehene Zuwendung des Landes aus so genannten GVFG-Mitteln liegt bei rund 8,9 Millionen Euro, die Beiträge Dritter (Straßenausbaubeiträge der Anlieger usw.) sind mit rund 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Die Landeshauptstadt ist mit einem Eigenanteil von rund 4,05 Millionen Euro an dem Projekt beteiligt.