Magdeburg.
Die Landeshauptstadt und ihre Umlandgemeinden werden enger zusammenarbeiten.
Auf diese Aussage verständigten sich am Mittwoch, 3. September, die Bürgermeister und Vertreter der Gemeinden Barleben, Biederitz, Ebendorf, Hohendodenleben, Lostau, Wanzleben, Glindenberg und Wahlitz in einem Gespräch mit dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Dr. Lutz Trümper.
Dieser hatte sich mit Vertretern der Nachbargemeinden zum Austausch über mögliche gemeinsame Projekte in Ebendorf zu einem Arbeitsgespräch getroffen. Neben Hochwasserschutz und Radwege-Ausbau war auch die touristische Vermarktung des Wasserstraßenkreuzes Thema des Arbeitstreffens.
Nicht zuletzt beim Hochwasser im August vergangenen Jahres hatte sich gezeigt, dass großer Abstimmungsbedarf zwischen der Landeshauptstadt und den Umlandgemeinden besteht. So befinden sich Deiche, die ausschließlich zum Schutz der Landeshauptstadt dienen, mitunter auf dem Gebiet der Nachbargemeinden. An anderen Stellen gehören die Zufahrtswege zu den Deichanlagen nicht mehr zum Zuständigkeitsbereich der Stadt, sondern sind den jeweiligen Anliegergemeinden unterstellt. Die bereits Ende 2002 gestarteten Gesprächsrunden auf Arbeitsebene sollen nun fortgesetzt werden.
Auch die touristische Vermarktung des Wasserstraßenkreuzes wird künftig Thema einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der Landeshauptstadt Magdeburg und Anliegergemeinden unter Leitung des Beigeordneten für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit, Dr. Klaus Puchta, und unter Einbeziehung des Geschäftsführers der "Weißen Flotte GmbH", Dr. Thümler, sein.
Stärkeren Kooperationsbedarf sehen die kommunalen Vertreter auch beim Ausbau der Radwege. Künftige Vorhaben sollen durch Austausch der Planungsunterlagen zu einer abgestimmten Radwegeplanung Magdeburgs mit seinen Umlandgemeinden führen.
Schließlich waren sich die Vertreter der Umlandgemeinden mit dem Stadtoberhaupt Magdeburgs darin einig, dass eine gemeinsame Vermarktung von Gewerbe- und Industrieflächen erforderlich ist. Mit der Internetpräsenz www.regionmagdeburg.de sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung getan worden.