Landkreis Leer | Presseinformation

"Leben mit altersverwirrten Menschen - Eine Zukunftsaufgabe"

"Leben mit altersverwirrten Menschen - Eine Zukunftsaufgabe", so heißt die Veranstaltung, die am Donnerstag nächster Woche (2. Oktober) um 19 Uhr in der Evenburg in Leer geplant ist. Veranstalter sind der Verein zur Förderung des sozialpsychiatrischen Verbundes Leer und der Landkreis Leer.

26. September 2003. Das Leben mit altersverwirrten Menschen sei eine Zukunftsaufgabe, die nur gelöst werden könne, wenn alle Gruppen der Bevölkerung sich angesprochen fühlten und mitwirkten, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kreishaus. In den kommenden Jahren werde die Zahl altersverwirrter Menschen auch im Landkreis Leer ständig zunehmen. Es werde kaum eine Familie oder eine nachbarschaftliche Gemeinschaft geben, die mit diesem Problem nicht konfrontiert werde. "Wenn wir erreichen wollen, dass auch verwirrte alte Menschen noch ein weitgehend selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben in der familiären und nachbarschaftlichen Umgebung oder in einem Heim führen können, müssen wir lernen, sie und ihre innere Situation zu verstehen und zu akzeptieren", sagt Peter Lücke, Arzt für Neurologie und Psychiatrie im Gesundheitsamt des Landkreises. Die Veranstaltung will aber auch professionelle Hilfeanbieter zur Versorgung alter Menschen, die Kostenträger und politisch Verantwortliche mit der absehbaren Entwicklung vertraut machen und angemessene Strukturen und Finanzierungmodelle zur Versorgung altersverwirrter Menschen entwickeln.

In der Veranstaltung in der Evenburg am kommenden Donnerstag wird zunächst wird Dr. med Hans Gutzmann aus Berlin zum Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung, zu Behandlungsmöglichkeiten und zum Umgang im Alltag mit altersverwirrten Menschen Stellung nehmen. Der Referent, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie ist Chefarzt einer gerontopsychiatrischen Fachklinik in Berlin und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie. Er hat sich über viele Jahre mit dem Thema Alzheimer beschäftigt und zahlreiche Beiträge und Bücher dazu veröffentlicht. Zur "Situation der Angehörigen" spricht danach Ingrid Fuhrmann von der Deutschen Alzheimergesellschaft. Die Referentin wurde auch durch eigene Erfahrungen als pflegende Angehörige Gründungsmitglied der Deutschen Alzheimergesellschaft und hat mit Dr. Gutzmann unter anderem das Buch "Abschied vom Ich - Stationen der Alzheimer-Krankheit" vorgelegt. Ein Vortrag von Rechtsanwalt Jürgen Westermann aus Uplengen zu "Juristischen Problemen bei Altersverwirrtheit" rundet das Angebot ab. Anschließend sind Fragen und Diskussionen vorgesehen.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer


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