Magdeburg.
Der Städtische Abfallwirtschaftsbetrieb wird künftig die Entsorgung von Gartenabfällen ausweiten. Einmal jährlich kann die kostenlose Abfuhr von Baum- und Strauchschnitt anstelle einer kostenlosen Sperrmüllabfuhr in Anspruch genommen werden. Der Entwurf einer neuen Abfallwirtschaftssatzung, die dies ermöglicht, wurde gestern in der Dienstberatung des Oberbürgemeister bestätigt.
"Mit der verstärkten Entsorgung durch den Abfallwirtschaftsbetrieb wollen wir die Verbrennung von Gartenabfällen in Gartenanlagen und auf Privatgrundstücken eindämmen", erläutert Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung Holger Platz den erweiterten Service. "Zwar haben wir mit dem Verband der Kleingärtner einen guten Partner, der uns hilft, die Einhaltung der Regelungen zu überwachen, trotzdem bleibt die Rauchentwicklung insbesondere für Menschen mit Atemwegserkrankungen eine Belastung."
Die Möglichkeit, die Gartenabfälle einmal jährlich kostenlos vom Städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb abholen zu lassen, soll die Rauchentwicklung reduzieren. Sie gilt auch für Gartenvereine. "Zudem sichert der Betrieb die fachgerechte Entsorgung der verschiedenen Grünabfälle," so der zuständige Beigeordnete.
Möglich ist außerdem die Abholung von Grünabfällen mit Containern (gegen Gebühr). Die Abgabemöglichkeit auf der Deponie und den Recyclinghöfen bleibt erhalten, die kostenlose Annahme wird auf die Menge von 1 m³ erweitert (bisher wurden bis zu 0,5 m³ kostenlos angenommen).
Außerdem erweitert der Städtische Abfallwirtschaftsbetrieb seinen Service zur Entsorgung von Bauschutt, Baustellenabfällen und Bodenaushub. Neben der Anlieferung an der Deponie und den Recyclinghöfen kann jetzt auch die gebührenpflichtige Abholung in Containern beantragt werden.
Die Drucksache zur Änderung der Abfallwirtschaftssatzung wurde gestern in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters bestätigt und geht nach Beratung in den zuständigen Ausschüssen im Dezember in den Stadtrat.