Die Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Beate Bröcker eröffnet am kommenden Montag, 3. November 2003, 14:30 Uhr, in der Brandenburger Straße 9 das Gesunde-Städte-Büro der Landeshauptstadt. Die beiden Mitarbeiter des in Kooperation mit der Hochschule Magdeburg-Stendal tätigen Büros wollen alle in der Elbestadt laufenden Aktivitäten im Bereich der Gesundheitsförderung vernetzten und die Magdeburger Projektarbeiten für das Gesunde-Städte-Netzwerk koordinieren. Die Elbestadt ist seit dem 2. Oktober dieses Jahres offizielles Netzwerkmitglied.
Unter dem Motto "Bewegte Stadt - Stadt in Bewegung" thematisiert das Gesunde-Städte-Büro die körperliche, geistige und emotionale Bewegung als eine Quelle der Gesundheitsförderung. Die fachlichen Schwerpunkte werden in den fünf Arbeitsgruppen "Bewegung", "Umwelt", "Gesundheitskompetenzen", "Soziale Integration" sowie "Evaluation und Berichterstattung" diskutiert und erarbeitet. Zu den Mitgliedern der einzelnen Arbeitsgruppen gehören Vertreter von Organisationen und Verbänden sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung.
Das Gesunde-Städte-Netzwerk geht auf eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation WHO zurück und hat das Ziel, das körperliche, soziale und geistige Wohlbefinden der Bürger in den Kommunen zu fördern. Dabei kommt der Prävention eine besondere Bedeutung zu.
Bundesweit gehören dem 1989 gegründeten Netzwerk derzeit 60 Kommunen mit über 12 Millionen Einwohnern an. Die Aufnahme der Landeshauptstadt Magdeburg bestätigte das Gesunde-Städte-Netzwerk am 2. Oktober dieses Jahres. Vorausgegangen war ein Beschluss des Stadtrates zur Beantragung der Aufnahme. Neben Magdeburg gehören unter anderem Berlin, München und Hamburg dazu. Die Mitgliedsstädte verpflichten sich, ein Neun-Punkte-Programm zur Gesundheitsförderung umzusetzen. Das Programm basiert auf einer Charta der Weltgesundheitsorganisation WHO von 1986.
Die erste größere Veranstaltung des neuen Gesunde-Städte-Büros ist die nächste Planungswerkstatt am 28. November 2003, auf der die weiteren Aktivitäten des Projektes konkretisiert werden sollen. Im Mittelpunkt der Werkstatt stehen außerdem die Planungen für eine kommunale Gesundheitskonferenz im Jahr 2004 in Magdeburg.
Bei Rückfragen: Steffi Morgenstern und Dr. Karl-Heinz Leidt, Gesunde-Städte-Büro, Tel.: 0391/8 86 43 31