Leer - 27. November 2003. Kinderkrankheiten gelten im allgemeinen als harmlos, doch Masern, Mumps, Röteln und andere vergleichbare Erkrankungen können verhängnisvolle, wenn nicht lebensgefährliche Folgen für ein Kind haben. So wurden im Landkreis Leer im Jahr 2001 während einer Masernepidemie rund 300 infizierte Kinder mit Komplikationen in das Krankenhaus eingewiesen. Die einzig mögliche Vorbeugung dagegen ist die Impfung, heißt es in einer Meldung aus dem Gesundheitsamt des Landkreises Leer. Impfungen schützen nicht nur den Einzelnen, sondern bei konsequenter Durchimpfung (über 90 Prozent) auch die Bevölkerung, weil so Krankheiten ausgerottet werden können. Das gelte beispielsweise weltweit für die Pocken oder in Europa für die Kinderlähmung.
Bis zur Einschulung werden die Kinder während der Vorsorgeuntersuchungen noch regelmäßig vom Arzt geimpft, aber mit zunehmenden Alter werden gerade die Auffrischimpfungen gern vergessen, weiß man im Gesundheitsamt. Und im Erwachsenenalter denke kaum noch jemand daran, sich impfen zu lassen, wenn nicht ein akuter Anlass vorliege, wie die Tetanus-Impfung bei einer Verletzung oder eine Reise in ein exotisches Land.
Der so genannte Durchimpfungsgrad ist im Landkreis Leer äußerst niedrig: Der Jugendärztliche Dienst des Gesundheitsamtes hat in diesem Jahr im Rahmen eines Hör- und Sehtests bei den Schülern der sechsten Klassen auch die Impfbücher überprüft und festgestellt, dass nur bei etwa 45 Prozent ein ausreichender Schutz durch die gängigsten Impfungen vorlag. Aufklärung über Schutzimpfungen ist daher ein wichtiges Ziel des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Das Gesundheitsamt berät auch zu Reiseimpfungen, macht Aufklärungsarbeit in Schulklassen und ermittelt per Reihenuntersuchungen den Durchimpfungsgrad der Kinder.
Das Gesundheitsamt plant für den Herbst des kommenden Jahres eine Impf-Informationswoche mit verschiedenen Aktionen. Für die aktuelle Jahreszeit empfehlen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon mal eine Grippeschutzimpfung. Und noch ein wichtiger Hinweis: Die empfohlenen Impfungen führen die Haus-und Kinderärzte durch, die im Kindesalter noch von den Krankenkassen finanziert werden.
Die Ständige Impfkommission empfiehlt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene folgende Impfungen:
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer
Landkreis-Leer ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.
Landkreis Leer
Bergmannstraße 37 D-26789 Leer Telefon: +49 (0) 491 / 926-1254 Telefax: +49 (0) 491 / 926-1200 E-Mail: pressestelle@landkreis-leer.de |