16. Dezember 2003.
Der Landkreis Leer erweitert seine Angebote im Bereich der Bekämpfung von häuslicher Gewalt. Ab sofort bietet Helmut Reuter Beratungen und professionelle Hilfe für Täter an. Der Landkreis Leer kümmert sich damit nicht nur um die Opfer von häuslicher Gewalt. Auch Täter haben jetzt die Chance, mit Hilfe eines Gewaltberaters an ihrem Verhalten zu arbeiten. Ziel ist dabei, die Gewaltspirale dauerhaft zu unterbrechen.
Seit 1989 ist der Landkreis Leer Träger des Frauenhauses Leer. 700 Frauen und 836 Kinder haben seitdem Zuflucht in diesem Haus gefunden und konnten sich so vor häuslicher Gewalt schützen. Das Niedersächsische Gewaltschutzgesetz bietet zudem seit Anfang 2002 von Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern weitere gesetzlich verankerte Rechte. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Polizeidienststellen sorgen Mitarbeiterinnen der Beratungs- und Interventionsstelle Ostfriesland ebenfalls für die Umsetzung.
Diese Handlungskette wird jetzt erweitert um den Baustein Täterarbeit. In der Gewaltberatung lernen Männer, sich gewaltfrei zu verhalten und die Verantwortung für ihr gewalttätiges Verhalten zu übernehmen. Eine enge Vernetzung zwischen dem Gewaltberater, Helmut Reuter, und der Staatsanwaltschaft Aurich sowie den Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Leer sichern dabei den Zugang zu Beratungsgesprächen für Täter.
Der Landrat des Landkreises Leer, Bernhard Bramlage, unterstreicht die Bedeutung dieser Beratungsarbeit. Es reiche nicht aus, von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder zu schützen. Erforderlich sei ebenso, sich auch um Täter zu kümmern, um weitere Gewalteskalationen vermeiden zu helfen. Weitere Informationen zu dem Beratungsangebot gibt es unter der Telefonnummer (04 91) 97 96 81 00.
Redaktionshinweis an die Damen und Herren Redakteure:
Falls Sie Interesse daran haben, das ausführliche Konzept für die Täterarbeit mit Männern, die gegenüber der Partnerin häuslicher Gewalt ausgeübt haben, zu erhalten, bitte ich um Information. Wir stellen Ihnen das Konzept gerne zur Verfügung. Ansprechpartnerin ist Monika Fricke, Telefon (04 91) 9 26 – 12 64 bzw. 9 26 – 15 88.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Frauenförderung: Monika Fricke
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