Landkreis Leer | Presseinformation

Schulausfall bei Glatteis: Landkreis Leer informiert auch per SMS

Leer - 07. Januar 2004. Wenn bei plötzlichem Glatteis wieder einmal die Schule ausfallen muss, bietet der Landkreis Leer ab sofort einen zusätzlichen Service an, damit Schüler, Eltern und Lehrer möglichst noch früher und einfacher informiert werden können. Wer sich dafür anmeldet, bekommt eine SMS direkt auf das Handy. Wer möchte, kann sich anstelle der SMS oder auch zusätzlich eine E-Mail schicken lassen. Aber niemand ist deswegen auf ein Handy oder einen Computer angewiesen: Denn nach wie vor wird es Radio-Durchsagen geben.

Die Kurzmeldung bekommen alle Handy-Besitzer, die zuvor ihre Handy-Nummer und einige wenige Daten hinterlegt haben. Das gleiche gilt für den E-Mail-Service. Die Anmeldung ist im Internet unter „www.landkreis-leer.de“ sowohl unter der Rubrik „Aktuelles“ als auch unter „Bildung“ möglich. Auf der sich dann unter „SMS-/Newsletter-Service“ öffnenden Seite werden die wenigen erforderlichen Angaben abgefragt. Wer für die Anmeldung keinen eigenen Internetzugang hat, kann den der Schule nutzen.

Amtlich vorgeschrieben ist bei Schulausfall eigentlich nur eine Meldung des Kreis-Schulamtes an das „Bezirkslage- und Führungszentrum Weser-Ems“, erläutert Landrat Bernhard Bramlage. Von dort würden die „gebündelten“ Meldungen an die Rundfunkstationen weitergegeben. Das sei sozusagen die „Pflicht“. Weil zwischen der Abgabe der Meldung und der Durchsage im Radio manchmal viel Zeit verging, habe sich der Landkreis bereits in jüngerer Vergangenheit im Sinne von Bürger-Service zu weiteren Schritten entschlossen, so Bramlage.

Um Zeit zu gewinnen, werden seitdem die Radiostationen auch direkt informiert, und ein „Ticker“ auf der Internet-Seite des Landkreises gibt ebenfalls Auskunft über den aktuellen Schulausfall. Diese Informationen werden durch den vom Schulamtsleiter telefonisch informierten Pressesprecher sofort von zu Hause aus weitergeleitet und in das Internet eingestellt. Als weiterer Service kommt nun der SMS- und E-Mail-Versand hinzu.

Damit niemand Opfer von „üblen Scherzen“ wird, sollten nur SMS ernst genommen werden, die als Absender „Landkreis Leer“ enthalten. Und um ganz sicher zu gehen, sollte zusätzlich im Internet nachgesehen und auf Rundfunkdurchsagen geachtet werden, empfiehlt die Kreisverwaltung. Erst beide Informationen zusammen informierten verlässlich über den Schulausfall. Eine SMS könne aber verhindern, dass jemand die Informationen am frühen Morgen gar nicht mitbekomme.

"Alle betroffenen Schüler und Eltern sollten sich aber auch darüber bewusst sein, dass bei fast 24.000 Schülerinnen und Schüler im Landkreis Leer bei extremen Wettersituationen niemals alles vollständig und für alle zufriedenstellend geregelt werden kann", gibt der Landrat zu bedenken. Besondere Probleme gebe es immer dann, wenn extreme Glätte erst einsetze, wenn die ersten Schüler und Busse bereits unterwegs seien. Das sei in einigen Gegenden schon vor 6.30 Uhr der Fall.

Auch wenn kein genereller Unterrichtsausfall angeordnet wurde: Bei extremen Witterungsverhältnissen entscheiden die Eltern selbst, ob sie ihre Kinder überhaupt in die Schule schicken wollen. Wenn im umgekehrten Fall trotz eines allgemeinen Unterrichtsausfalles Schüler zur Schule kommen, wird dort für Aufsicht und Betreuung gesorgt.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer


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