Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 11. Februar 2004

"Bitte umweltfreundliche Alternativen nutzen!"

Ab Mittwoch dürfen Gartenabfälle verbrannt werden.

Magdeburg.

Ab kommenden Montag ist das Verbrennen von Gartenabfällen tageweise erlaubt. "Aber eigentlich ist das Verbrennen nicht mehr notwendig", so Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung, Holger Platz, "es gibt inzwischen viele umweltfreundliche und kostenlose Altenativen."

Grundsätzlich erlaubt die städtische "Verordnung zur Verbrennung pflanzlicher Abfälle von gärtnerisch genutzten Böden" vom 15. Februar bis 15. März mittwochs bis samstags in der Zeit von 13.00 bis 18.00 Uhr das Verbrennen pflanzlicher Abfälle aus Haus- und Kleingärten. Wegen der damit verbundenen Umweltbelastungen war es in der Vergangenheit jedoch immer wieder zu Protesten von Ärzten und Asthmakranken gekommen.

"Wir haben deshalb nach Alternativen gesucht, um das Verbrennen von Gartenabfällen einzudämmen und dennoch die ordnungsgemäße Entsorgung dieser Abfälle zu sichern", so der zuständige Beigeordnete. Eine Alternative ist zum Jahresbeginn mit der neuen Abfallwirtschaftssatzung in Kraft getreten: Danach kann einmal jährlich das kostenlose Abfahren von Baum- und Strauchschnitt beantragt werden, wenn dafür nur einmal die kostenlose Abfuhr von Sperrmüll in Anspruch genommen wird. "Wir gehen davon aus, dass nur wenige Haushalte in der Stadt tatsächlich zweimal im Jahr kostenlos Sperrmüll entsorgen wollen und sehen deshalb die Abfuhr von Strauchschnitt als attraktive Alternative", so Holger Platz. Die Bestellung kann telefonisch an die Rufnummer 540 47 19 gerichtet werden. Bis zu 2 m³ können an einer öffentlichen Straße zur Abholung durch den Städtischen Abfallwirtschaftsbetrieb bereitgestellt werden. Der Strauchschnitt soll handlich gebündelt mit einer Länge bis 1,20 m und einem Bündeldurchmesser bis 40 cm bereitgelegt werden.

Weiterhin kostenlos ist zudem die Abgabe von Kleinmengen Grünabfällen (bis 1,0 m³) bei den städtischen Recyclinghöfen und Deponien. Der Begriff "Grünabfälle" schließt Baum- und Strauchschnitt, aber auch Grasschnitt und andere Pflanzenabfälle ein.

"Auch dies ist eine Alternative zur Verbrennung, die Gartenbesitzer verstärkt nutzen sollten." Gegen Gebühr stellt der Städtische Abfallwirtschaftsbetrieb zudem Container für Gartenabfälle bereit.

Mit dem Verband der Gartenfreunde will die Stadt außerdem gezielt Vereinbarungen treffen, um den zum Winterende zu erwartenden Baum- und Strauchschnitt organisiert zu sammeln. "Beispielsweise können wir mit einzelnen Sparten Termine vereinbaren, zu denen der von den Kleingärtnern gesammelte Baum- und Strauchschnitt abgefahren wird, so dass ein Verbrennen nicht nötig ist." Dazu benötigt der Städtische Abfallbetrieb die Namen und Privatadressen der Gartenfreunde, die eine der beiden kostenlosen Sperrmüllentsorgungen zur Abfuhr von Gartenabfällen nutzen wollen. "Wir stellen uns vor, dass die Vorstände die Entsorgungstermine für ihre Sparten mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb vereinbaren und die Sammlung und Bereitlegung des Strauchschnitts innerhalb der Sparte organisieren", beschreibt Holger Platz ein mögliches Verfahren. Der Verband will die Vorstände der einzelnen Sparten über die Vereinbarung informieren und bereitet auch Informationsblätter für seine Mitglieder vor.

Wer seine Grünabfälle dennoch verbrennen will, muss sich an die städtische Verordnung halten. Grundsätzlich dürfen nur Abfälle verbrannt werden, die nicht kompostiert werden können. "Stadtordnungsdienst und Umweltamt werden ab Mitte Februar wieder verstärkt kontrollieren, ob die Verbrennungszeiten eingehalten und tatsächlich nur Gartenabfälle verbrannt werden", kündigt der zuständige Beigeordnete verschärfte Kontrollen an. "Verstöße gegen die Verordnung werden mit einem Bußgeld zwischen 5 und 35 Euro geahndet."

Perspektivisch setzt der zuständige Beigeordnete auf organisierten Abtransport statt großflächiger Gartenfeuer. "Die jetzt gebotenen Alternativen sind umweltfreundlich und kostenlos. Wenn sich das neue Verfahren eingespielt hat, können wir auf die Gartenfeuer ganz verzichten", wagt Holger Platz einen Blick in die Zukunft.

 

 

 




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