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Ostfriesland: Weg zur Tourismus GmbH ist geebnet

Gemeinsame Pressemitteilung der Landkreise Ammerland, Aurich, Friesland, Leer und Wittmund sowie der kreisfreien Städte Emden und Wilhelmshaven zur geplanten Ostfriesland Tourismus GmbH

18. März 2004. Nach dem Ergebnis der Besprechung der Landräte und Oberbürgermeister in Wittmund am 12.03.2004 scheint der Weg zu einer gemeinsamen Ostfriesland Tourismus GmbH geebnet zu sein: Vom kommenden Jahr an wollen die ost-friesischen Landkreise Aurich, Friesland, Leer und Wittmund, die kreisfreien Städte Emden und Wilhelmshaven sowie der Landkreis Ammerland das Tourismusmarketing in Ostfriesland neu ordnen. Auch über die bislang noch strittigen Punkte sind sich die Landräte und Oberbürgermeister jetzt einig geworden. Mit der Ostfriesland Tourismus GmbH sollen die Bereiche Werbung und Marketing für das Binnenland gebündelt und gemeinsam durchgeführt werden. Zusätzlich wollen die Landkreise Aurich und Leer auch ihre übrigen touristischen Aufgaben zusammenlegen.

Die neue Gesellschaft soll als konsequente Ergänzung zur bereits gegründeten Marketinggesellschaft "Die Nordsee - 7 Inseln - Eine Küste" konzipiert werden. Verhandelt wird darüber, seit vom Europäischen Tourismus Institut (ETI) Anfang April 2003 in Wittmund das "Touristische Leitbild und Entwicklungskonzept für den Raum Ostfriesland" vorgestellt wurde.

So waren sich die Landräte und Oberbürgermeister nun auch darin einig, das erzielte Einvernehmen als wichtigen Durchbruch zu bewerten. Jetzt könne auf die bisherigen Erfolge der einzelnen Mitglieder aufgebaut und gemeinsam ein deutlicher Schritt nach vorn getan werden. "Ostfriesland" könne als eigenständiger touristischer Erlebnisraum besser wahrgenommen und schlagkräftig zur Stärkung des Binnenlandes eingesetzt werden. Als "Tor zur Nordsee" bestehe eine enge Verzahnung mit der Küste und den Inseln, wovon beide Seiten profitieren würden.

Gemeinsam sei man stärker, besonders auch in der Konkurrenz zu anderen Tourismusregionen. Außerdem könnten durch die gemeinsame Arbeit erhebliche Synergieeffekte erzielt werden. Als besonders erfreulich wurde auch die Tatsache bewertet, dass die im touristischen Bereich bisher schon praktizierte Zusammenarbeit von ostfriesischen Partnern mit dem Landkreis Ammerland nun auch eine offizielle Plattform gefunden habe.

In den Wochen zuvor hatte es auf dem Weg zur Ostfriesland Tourismus GmbH noch in drei Detailfragen unterschiedliche Auffassungen unter den Verhandlungsführern gegeben. Nun hat man sich darauf verständigt, dass aus jedem Landkreis eine Gemeinde oder ein Gemeindeverbund Mitglied der Gesellschaft werden kann. Auch im geplanten Beirat für Werbung und Marketing sollen Tourismusfachleute aus den Gemeinden mitwirken. Für den Aufsichtsrat ist weiterhin eine Besetzung mit Tourismusfachleuten geplant. Letztlich steht es ist jedoch jedem Mitglied frei, sich stattdessen durch einen politischen Mandatsträger vertreten zu lassen.

Auch zur Geschäftsführung konnte Einigkeit erzielt werden. Verständigt hat man sich nun darauf, dass der bisherige Prokurist des Feriengebiets "Südliches Ostfriesland" (Landkreis Leer) hauptamtlicher Geschäftsführer der neuen Gesellschaft wird. Ihm zur Seite stehen soll ein nebenamtlicher Vertreter aus dem Landkreis Aurich, der gleichzeitig hauptamtlicher Bereichsleiter der touristischen Aufgaben der Landkreise Aurich und Leer sein wird. Der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Fremdenverkehr im Landkreis Leer, der ursprünglich an einer nebenamtlichen Lösung beteiligt werden sollte, ist jetzt als Vorsitzender des Aufsichtsrates vorgesehen.

Nachdem nun auf der Ebene der Landräte und Oberbürgermeister Einigkeit erzielt wurde, werden die Verhandlungsergebnisse den politischen Gremien der künftigen Mitglieder zur abschließenden Beratung und Entscheidung vorgelegt. Ziel ist, dass die Gesellschaft ihre Arbeit im kommenden Jahr aufnehmen kann. Rechtzeitig zum Beginn der neuen Saison, also im Frühjahr 2005, sollen auch die Räume der neuen Tourismuszentrale in Leer fertig sein, in der dann die neue Gesellschaft ihren Sitz haben wird.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle, Herbert Buscher


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