Der Sportbund Leverkusen bietet in Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt Leverkusen Frauen die Möglichkeit zu einer interessanten Führung mit Streifzügen durch die Geschichte des Frauensports. Die Leitung der Führung, die im „Deutschen Sport- und Olympiamuseum Köln“ stattfindet, übernimmt eine Mitarbeiterin des Instituts für Sportgeschichte der Sporthochschule Köln.
Die Führung soll den Teilnehmerinnen verdeutlichen, warum Frauen überhaupt Sport getrieben haben und wann sie damit begannen. Auch auf Fragen wie: Wer befürwortete, beeinflusste und gestaltete den Frauensport sowie welche Hindernisse es dabei zu überwinden galt, gibt es interessante Antworten.
Die Anmeldungen zur Führung nehmen der Sportbund Leverkusen, Heike Schirm, Telefon: 02 14/8 68 40 40, oder das Frauenbüro, Telefon : 02 14/4 06-83 04, Sabine Rusch-Witthohn entgegen.
Hintergrundinformationen für die Medien:
Wäre es nach dem Begründer der Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen, Baron Pierre de Coubertin, gegangen, wäre das weibliche Geschlecht grundsätzlich von den Wettkämpfen ausgeschlossen und nur mit der Aufgabe betraut worden, die männlichen Athleten zu bewundern und die Sieger zu bekränzen. Coubertin blieb zeitlebens ein vehementer Gegner des Wettkampfsports für Frauen, den er als „unästhetisch, uninteressant und gegen ihre Natur“ charakterisierte. Die Olympischen Spiele sollten ein unangetastetes Privileg der Männer bleiben. Dennoch konnte er es nicht verhindern, dass bereits 1900 bei den Spielen in Paris 12 Frauen im Golf und Tennis an den Start gingen.
Nach dem ersten Weltkrieg kam es unter dem Einfluss gravierender sozialer, gesellschaftlicher, politischer und rechtlicher Veränderungen, durch die zunehmende Berufstätigkeit und Selbständigkeit der Frauen, die immer mehr in Männerdomänen vordrangen, zu einer Infragestellung der traditionellen Rollenverteilungen und zu einer Veränderung des Frauentypus. Die Beteiligung der Frauen am modernen Sport war nicht mehr aufzuhalten.