Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 20. Juli 2004

Stadt will mehr Ausbildungsplätze schaffen

Magdeburg.

Die Stadtverwaltung will ab 2005 mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Eine entsprechende Drucksache wurde heute in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters beschlossen. "Jungen Leuten in Magdeburg eine Perspektive zu geben, heißt vor allem, ihnen hier eine Ausbildung zu ermöglichen, die in eine Berufstätigkeit münden kann", nennt Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper sein Motiv für diese Entscheidung.

Derzeit bildet die Stadtverwaltung durchschnittlich 72 junge Frauen und Männer in sechs Berufen aus. Ab 2005 könnten es 93 sein - vorausgesetzt, die dafür notwendigen Mehrkosten können gedeckt werden. 276.400 Euro jährlich sind notwendig, um insgesamt 21 zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen. Angesichts der schwierigen Haushaltssituation kann sich OB Dr. Trümper vorstellen, dabei neue Wege zu gehen. "Ich halte eine zeitlich befristete Absenkung der Ausbildungsvergütungen für denkbar und auch für zumutbar. Wir werden mit der Gewerkschaft darüber verhandeln."

Der Abschluss einer betrieblichen Ausbildung - so wie sie die Stadtverwaltung anbietet - bringt bessere Chancen auf eine Berufstätigkeit im Anschluss als eine außerbetriebliche oder gar keine Ausbildung. "Für diese Perspektive sollten junge Leute eine geringere Vergütung während der Ausbildung in Kauf nehmen", so der Verwaltungschef. Zumal die Chancen auf eine Festanstellung nach erfolgreicher Ausbildung in der Verwaltung gut stehen. "In Abhängigkeit vom Ausbildungsergebnis garantieren wir den jungen Leuten eine befristete oder unbefristete Weiterbeschäftigung - wer bei uns lernt, hat es also selbst in der Hand, sich einen Job zu erarbeiten." Darüber hinaus werden in den nächsten Jahren durch das Ausscheiden älterer Mitarbeiter Stellen in der Verwaltung frei. Das erhöht die Chancen der Azubis auf Weiterbeschäftigung.

Ohnehin sollen die Ausbildungsvergütungen nur vorübergehend gesenkt werden. "Wenn in drei, vier Jahren die Zahl der Schulabgänger deutlich sinkt, werden wir Schwierigkeiten haben, alle Ausbildungsplätze zu besetzen", fürchtet OB Dr. Lutz Trümper. "Bis dahin brauchen wir Übergangslösungen, um den jungen Leuten in unserer Stadt eine Perspektive bieten zu können. Denn wer erst einmal ausgewandert ist, kehrt nur selten in seine Heimatstadt zurück."




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Stadt Magdeburg
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