Magdeburg.
Magdeburg gehört erneut zu den grünsten Städten Deutschlands. Für die Landschaftsentwicklung und Freiflächengestaltung erhielt die Landeshauptstadt im Rahmen des diesjährigen Bundeswettbewerbes "Unsere Stadt blüht auf" eine Silbermedaille. Zusätzlich wurde die Magdeburger Schule für Geistigbehinderte "Hugo Kükelhaus" mit einem Sonderpreis der Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, ausgezeichnet. Damit wird die "besonders gelungene Garten- und Parkgestaltung mit standorttypischen Pflanzen" auf dem Schulgelände gewürdigt.
Nach der Goldmedaille 2002 und der Silbermedaille 2003 bekam Magdeburg in diesem Jahr von der Bewertungsjury eine Silbermedaille. Die Auszeichnung nahmen heute Stadtplanungsamtsleiter Dr. Eckhart Peters und Petra Wissner vom Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg im ZDF-Fernsehgarten in Mainz entgegen.
Aus den Händen von Bundesministerin Renate Künast erhielt der Leiter der Schule für Geistigbehinderte "Hugo Kükelhaus", Wolfram Stäps, einen Sonderpreis des Ministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. Damit ehrten Ministerin und Jury die Gestaltung des Sinnesgartens der Schule. Mit dem "Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne" hat die Schule als erste Einrichtung in den neuen Bundesländern einen von dem Pädagogen Hugo-Kükelhaus entwickelten Sinnes-Parcours zum "Lernen mit allen Sinnen" umgesetzt.
"Die beiden diesjährigen Wettbewerbsehrungen für Magdeburg untermauern eindrucksvoll, dass die Landeshauptstadt zu den grünsten Städten Deutschlands gehört", so Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper über die Würdigungen der landschaftsplanerischen und gärtnerischen Leistungen Magdeburgs. "Besonders freue ich mich über den Sonderpreis für die Hugo-Kükelhaus-Schule. Damit wird das langjährige Engagement von behinderten Schülern, ihren Lehrern und dem Förderverein der Schule honoriert." Der Oberbürgermeister hatte in der Hugo-Kükelhaus-Schule den symbolischen Startschuss für die diesjährige Wettbewerbsbeteiligung Magdeburgs gegeben.
Die Bewertungsjury des Wettbewerbs "Unsere Stadt blüht auf" war am 14. Juli in Magdeburg zu Gast. Nach dem vom Stadtplanungsamt entwickelten Wettbewerbskonzept präsentierten Mitarbeiter mehrerer städtischer Ämter, des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg sowie der Magdeburg Marketing, Kongress und Tourismus GmbH (MMKT) die Elbestadt von ihrer grünsten und schönsten Seite. In ihrer Bewerbung hatte die Landeshauptstadt verschiedene Schwerpunktthemen gesetzt, die der aus neun Personen bestehenden Jury an konkreten Beispielen erläutert wurden.
Stationen der Jury waren neben der Hugo-Kükelhaus-Schule unter anderem der Elbauenpark mit dem Jahrtausendturm und dem Spielhaus, die Kulturfestung Mark, das Gewerbegebiet Hopfengarten/Ottersleber Chaussee, das Lenné-Viertel, das Umfeld des Klosters Unser Lieben Frauen und die Baustelle des Hundertwasser-Hauses.
Um auch in der breiten Öffentlichkeit die Präsentation Magdeburgs während der Wettbewerbsphase zu unterstützen, hatte die Stadtverwaltung in diesem Jahr mehr als 2000 Samentüten für Schulen, Kindergärten, den Kleingartenverband und den Elbauenpark zur Verfügung gestellt. Die Lehrer und Schüler der Hugo-Kükelhaus-Schule haben sogar extra ein neues Beet für die Blumensamen angelegt.
Hintergrundinformationen zum Wettbewerb "Unsere Stadt blüht auf"
Mit dem Wettbewerb "Unsere Stadt blüht auf" möchte die Tochtergesellschaft des Zentralverbandes Gartenbau "Entente Florale Deutschland" die nachhaltige Stadtbegrünung fördern und damit mehr Lebensqualität im öffentlichen, privaten und gewerblichen Bereich schaffen. Weitere Ziele sind die Gestaltung sowie der Erhalt l(i)ebenswerter Städte und Gemeinden, der Schutz von Natur und Umwelt im besiedelten Raum, die Förderung von Handel und Gewerbe durch die Schaffung von vielfältigen, lebendigen Innenstädten und die Unterstützung des Engagements von Bürgern und Bürgergruppen.
An dem Wettbewerb beteiligten sich in diesem Jahr neben Magdeburg folgende Städte und Gemeinden: Lahr (Baden-Württemberg); Bad Steben, Traunstein, Wunsiedel (Bayern); Eberswalde, Fürstenwalde, Guben, Potsdam (Brandenburg); Fritzlar, Hanau, Lampertheim, Lich, Roßdorf, Rotenburg a. d. Fulda (Hessen); Stadthagen (Niedersachsen); Ahaus, Bad Lippspringe, Bad Sassendorf, Ibbenbüren, Langenfeld, Rietberg, Sonsbeck, Winterberg (Nordrhein-Westfalen); Germersheim, Kaiserslautern, Linz am Rhein, Offenbach a. d. Queich (Rheinland-Pfalz); Großenhain (Sachsen); Magdeburg, Merseburg (Sachsen-Anhalt); Arnstadt, Bad Langensalza, Gotha, Sömmerda, Weimar (Thüringen). Der Wettbewerb fand erstmals im Jahr 2001 statt und wird jährlich neu ausgeschrieben.
Träger des Wettbewerbes sind der Zentralverband Gartenbau (ZVG), der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie der Deutsche Tourismusverband. Mitglieder der vom Komitee eingesetzten Jury sind Persönlichkeiten aus der Stadt- und Landschaftsplanung sowie aus den Bereichen Tourismus und Gartenbau.
Die Jury kann bei der Bewertung einer teilnehmenden Stadt maximal 100 Punkte vergeben. Dabei werden die fünf Hauptkriterien "Öffentlicher Bereich", "Privater Bereich", "Gewerblicher Bereich", "Natur- und Umweltschutz" sowie der Gesamteindruck berücksichtigt. Für insgesamt 90 bis 100 Punkte verleihen die Juroren eine Goldmedaille, für 80 bis 89 Punkte eine Silbermedaille und für 70 bis 79 Punkte eine Bronzemedaille. Außerdem werden, unabhängig von der erreichten Punktzahl, Sonderpreise vergeben.
Hintergrundinformationen zu den Grünflächen in Magdeburg
In Magdeburg gibt es derzeit rund 1.400 Hektar öffentliche Grünanlagen. Das sind etwa 6,7 Prozent der gesamten Stadtfläche. Weitere 123 Hektar nehmen die Flächen der Friedhöfe ein. Die etwa 17.000 Kleingärten in der Elbestadt haben eine Gesamtfläche von 981 Hektar. Seit 1990 wurden in der Elbestadt rund 32.000 neue Bäume und Großsträucher gepflanzt. Auf dem gesamten Magdeburger Territorium gibt es momentan rund 3.200 Hektar Grünflächen.