Wer ab 26. Oktober 2004 in die USA reist, muss im Besitz eines Europasses sein, der noch mindestens sechs Monate nach der Einreise gültig ist. Reisende, die für den geplanten Aufenthalt in den Vereinigten Staaten keinen Europass haben, müssen diesen spätestens sechs Wochen vor Reisebeginn beantragen, da dieser Zeitraum von der Bundesdruckerei für die Ausstellung benötigt wird.
Grund für die neuen Regelungen sind die amerikanischen Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung, die insbesondere die Einreise von Ausländern in die USA betreffen. Demnach benötigt man für einen bis zu dreimonatigen Aufenthalt einen fälschungssicheren und maschinenlesbaren Reisepass. Ein Visum ist für diesen Zeitraum nicht erforderlich.
Der auch als Reisepass bezeichnete Europass (roter Einband) hat einen maschinenlesbaren Bereich und erfüllt - im Gegensatz zum vorläufigen Reisepass (grüner Einband) - die Einreiseanforderungen der USA. Kinder benötigen für die Einreise in die USA ab 26. Oktober 2004 ebenfalls einen eigenen maschinenlesbaren Europass, da Kinderausweise und die Eintragung der Kinderdaten im Reisepass der Eltern von den USA künftig nicht mehr akzeptiert werden.
Die Beantragung eines Europasses ist in allen Magdeburger Bürgerbüros möglich. Mitzubringen sind ein aktuelles Passbild, die Geburtsurkunde (für ledige Personen) bzw. die Eheurkunde. Die Gebühr für einen Europass beträgt 26 Euro. Antragsteller unter 26 Jahren zahlen 13 Euro. Für Kinder unter 18 Jahren muss der Europass durch einen Elternteil bzw. den Sorgeberechtigten beantragt werden.
Die von der Bundesdruckerei angebotene Lösung zur Ausstellung eines Express-Passes innerhalb von 72 Stunden kann in Magdeburg voraussichtlich ab dem zweiten Quartal des kommenden Jahres umgesetzt werden.
Weitere Informationen dazu sind im Internet unter
www.magdeburg.de/buergerservice abrufbar.