19. Oktober 2004. Der Emstunnel im Verlauf der A 31 bei Leer soll jetzt einem Sicherheitstest durch den ADAC unterzogen werden. Das ist das Ergebnis einer zwischen dem Landkreis Leer, der Stadt Leer und der Gemeinde Jemgum abgestimmten Initiative. Landrat Bernhard Bramlage begrüßt dabei ausdrücklich, „dass die Sicherheit des Emstunnels nun von einer neutralen und sachverständigen Institution überprüft wird.
Der Tunnel war in die öffentliche Diskussion gekommen, nachdem Planungen des Niedersächsischen Straßenbauamtes bekannt geworden waren, die ständige Tunnelwarte abzuziehen. Eine vor diesem Hintergrund groß angelegte Feuerwehrübung hatte gezeigt, dass sich beim Abzug der Tunnelwarte zusätzliche Probleme bei einem Brandeinsatz ergeben könnten.
Es könne nicht Aufgabe von Gemeinden oder des Landkreises sein, für eine zusätzliche Ausstattung zur Brandbekämpfung in einem Autobahntunnel mit internationalem Verkehr zu sorgen, so der Landkreis. Dafür seien staatliche Stellen in die Pflicht zu nehmen, wie dies beispielsweise jüngst auch beim Wesertunnel praktiziert worden sei.
Um für die weiteren Gespräche mit den zuständigen staatlichen Stellen auf fundierte Grundlagen aufbauen zu können, dankt der Landrat dem ADAC für seine Bereitschaft, den Emstunnel in sein Testprogramm „Sicherheit von Straßentunneln in Europa 2005“ aufzunehmen.
Mit Blick auf die geplante Abschaffung der ständig besetzten Tunnelwarte hat der Landkreis den ADAC um eine „zeitnahe Begutachtung“ gebeten. Nach einer inzwischen schon vorliegenden Reaktion kann der Emstunnel bereits ab Januar 2005 getestet werden. Mit den Vorbereitungen dazu soll noch in diesem Jahr begonnen werden.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle, Dieter Backer
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