Magdeburgs Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr Werner Kaleschky übergibt morgen, 13:00 Uhr, offiziell die sanierten Straßen zwischen Kloster und Domplatz sowie die neue Reisebusstation in der Fürstenwallstraße. In die Baumaßnahmen wurden insgesamt rund zwei Millionen Euro investiert.
Zu den jetzt abgeschlossenen Bauvorhaben im Erhaltungsgebiet "Domplatz/Südliches Stadtzentrum" gehören der Gouvernementsberg, die Straße vor dem Landtag auf der Nordseite des Domplatzes, der südliche Teil der Regierungsstraße und die neue Reisebusstation in der Fürstenwallstraße.
Der rund 130 Meter lange Gouvernementsberg wurde auf einer Breite von etwa 6,20 Metern für rund 720.000 Euro ausgebaut. Bund und Land unterstützten die Investition mit insgesamt 80 Prozent Fördermitteln aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz". Zur Beleuchtung der Straße wurden sechs Laternen vom Typ "Alt-Magdeburg" in den Straßenzug integriert. Während der Bauarbeiten hatte das Landesamt für Archäologie eine zerschlagene Madonnenfigur entdeckt, die vermutlich in der Reformationszeit zur Klosterkirche gehörte.
Die Straße vor dem Landtagsgebäude auf der Nordseite des Domplatzes wurde auf einer Länge von rund 115 Metern ausgebaut und um etwa sieben Meter nach innen verlegt. Damit wurde auch einem Wunsch der Landtagsverwaltung nach einer Vergrößerung der Vorplatzfläche entsprochen. In den Fußweg am Eingangsbereich des Gebäudes wurden acht Bodenstrahler integriert, die bei Dunkelheit für ein angenehmes Licht sorgen. Neun Straßenlaternen ergänzen die Beleuchtung der sanierten Straße. Darüber hinaus wird die historische Fassade des Landtagsgebäudes von vier separaten Strahlern beleuchtet. Bedeutendster Fund bei den Bauarbeiten war ein Grab aus der Bandkeramikzeit. Die Investition von rund 490.000 Euro wurde ebenfalls mit 80 Prozent aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" gefördert.
Der rund 880 Meter lange Südabschnitt der Regierungsstraße ist vor dem Westportal des Klosters um 1,10 Meter abgesenkt und - genau wie die beiden anderen Straßen - mit gefärbtem Granit gepflastert worden. Auch der Fußweg erhielt eine Granitpflasterung. Der Städtische Abwasserbetrieb verlegte während der Bauarbeiten einen neuen Regenwasserkanal. In die Sanierung des südlichen Abschnitts der Regierungsstraße wurden rund 415.000 Euro investiert. Davon kamen etwa 320.000 Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Der Differenzbetrag wurde aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" finanziert, wobei die Stadt rund 20 Prozent trug.
Die neue Reisebusstation in der Fürstenwallstraße bietet Platz für insgesamt sieben Reisebusse. Im Rahmen der Bauarbeiten wurde die Fürstenwallstraße auf sechs Meter verbreitert, damit Reisebusse ohne Probleme aneinander vorbeifahren können. Für Touristen stehen neben den Busstellplätzen großzügige Warteflächen zur Verfügung, die auch die Belange von Behinderten berücksichtigen. In Höhe des ehemaligen Bahngebäudes wurde zur optimalen Verkehrsanbindung der Busstation eine neue Ausfahrt zum Schleinufer geschaffen. Der größte Teil der Investitionssumme von rund 340.000 Euro wurde aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" finanziert.
Für das kommende Jahr sind in diesem Bereich unter anderem Gestaltungsarbeiten an der Südseite des Klosters, der Bau einer Touristen-Information auf dem Gelände des Klosters, die Umgestaltung der verlängerten Leiterstraße und der Abschluss der Bauarbeiten im nördlichen Bereich der Regierungsstraße/Bärstraße geplant.
Die Kolleginnen und Kollegen der Medien sind zur offiziellen Übergabe am Kreuzungsbereich Gouvernementsberg/Regierungsstraße morgen, 17. Dezember 2004, 13:00 Uhr, herzlich eingeladen.
Bei Rückfragen: Heinz Jasniak und Heinz Rönick, Stadtplanungsamt, Tel.: 03 91/5 40 52 16 bzw. 5 40 53 71