Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 17. Februar 2005

Ehrung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Magdeburg für Dr. Manfred Koch

Heute trug sich der langjährige Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins, Dr. Manfred Koch, in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper würdigte damit sein Engagement als ehrenamtlicher, für die Kultur- und Heimatgeschichte hoch engagierter Magdeburger und als Botschafter für die Kultur der Stadt.

Dr. Manfred Koch kam als 17-jähriger vor 60 Jahren in das zerstörte Magdeburg, wo er zunächst als Zimmermann am Wiederaufbau der Stadt beteiligt war u.a. am sogenannten Nova-Haus auf dem Breiten Weg 212 heute mit historischer Fassade Sitz eines Bankhauses.

Als erster Leiter einer städtischen Sonderstelle sorgte er in den 1950-er Jahren in Magdeburg für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen für Künstler, Ingenieure, Wissenschaftler und Ärzte und gestaltete den kulturellen Neuanfang nach den Zweiten Weltkrieg in Magdeburg mit. Studien in Meißen, Leipzig und Berlin führten ihn immer wieder nach Magdeburg zurück. Hier fand er seine zweite Heimat.

Nach seiner Pensionierung übernahm er 1994 den ehrenamtlichen Vorsitz des Kultur- und Heimatvereins. Der damals lose Verbund von Arbeitsgemeinschaften und Fachgruppen ist dank eines engagierten Vorsitzenden heute Dachverband und lebendiger Ort für eine vielfältige kulturelle Tätigkeit. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen insbesondere Magdeburger Heimat- und Kulturgeschichte.

Dr. Manfred Koch initiierte 1994 die sehr erfolgreich gewordenen Ausstellungen des Vereins im Flora-Park, die jährlich großes Interesse bei den Magdeburgern und den Besuchern des Einkaufsparks fanden. Die Idee, mit der Kultur dorthin zugehen, wo viele Menschen sich einfinden und Kulturelles zunächst nicht vermuten, hat auch im größten Einkaufspark der Landeshauptstadt selbst zu weiterem kulturellem Engagement geführt.

Bei Aktionen und Ausstellungen im Alten Rathaus, auf den Sudenburger Straßenfesten, den Zoofesten und zu allen bisherigen Sachsen-Anhalt-Tagen ist der Verein dabei und steht damit auch für die kulturelle Vielfalt Magdeburgs.

 

 

Dr. Manfred Koch kümmerte sich um die öffentlichen Auftritte des Vereines, schrieb Beiträge zum Vereinsleben für die Zeitungen, warb Fördermittel ein und schuf mit AB-Maßnahmen Arbeitsmöglichkeiten für Frauen auf dem zweiten Arbeitsmarkt. Viele Partner fand er für das umfangreiche Vereinswirken in der Stadt. 18 Arbeitsgemeinschaften mit rund 300 Mitglieder zählt der Verein. Vier konnten seit 1994 neu begründet werden darunter die AG "Festungsanlagen" und eine Kindergruppe Mineralogie.

Gemeinsam mit dem Delta Verlag konzipierte Manfred Koch die Schriftenreihe "Magdeburger Stadtzeugen. Illustrierte Beiträge zur 1200-jährigen Heimatgeschichte und Kultur". Im Januar erschien bereits das 6. Heft.

Damit wurde der Kultur- und Heimatverein ein unentbehrlicher Werber für die Stadt Magdeburg, vor allem wenn es darum geht bei den Magdeburgern selbst kulturelles Interesse und Stolz auf die eigene Stadt zu entwickeln.

Engagiert brachte Manfred Koch sich in die Vorbereitungen für das Stadtjubiläum ein und konzipierte die Ausstellung der Magdeburger Vereine zum Stadtgeburtstag, die im September das offizielle Highlight der Jubiläumsfeierlichkeiten sein wird.

Aus gesundheitlichen Gründen gab Dr. Manfred Koch 77-jährig das Amt des Vorsitzenden des Kultur- und Heimatvereins nach 10-jähriger Tätigkeit ab.

Bereits 1992 lernten ihn die Magdeburger als Kolumnist "Willi Wanderer" kennen. Im Generalanzeiger beschreibt er bis heute den Alltag in seiner Heimatstadt, verknüpft Erlebtes und Erdachtes mit der großen Politik, mit lokalen Höhepunkten und mit allem, was die Menschen hier so umtreibt. Gleich im ersten Jahr errang er mit einer Kolumne einen internationalen Pressepreis in Silber.

Die Magdeburger haben Dr. Manfred Koch mehrfach für sein Engagement geehrt: 1996 mit einer Kandidatur für den "Fair-Play-Preis" und 2000 für den "Magdeburger des Jahres". 1999 wurde er vom damaligen Oberbürgermeister Polte als verdienstvoller Bürger im Ehrenamt empfangen.

"Unsere Stadt verdankt Ihnen viele kulturelle Anstöße in zehn Jahren verdienstvoller Vereinsführung sowie wohlgesonnene, humorvolle und kritische Betrachtungen über Magdeburg und die Magdeburger", so Dr. Lutz Trümper anlässlich der heutigen Ehrung.




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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
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