Magdeburg.
Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hält ein Zusammengehen mit Schönebeck grundsätzlich für möglich. "Ich werde dazu zunächst weitere Gespräche mit meinem Amtskollegen aus der Nachbarstadt führen", erklärt das Magdeburger Stadtoberhaupt. "Dabei werden wir die Vor- und Nachteile sowie die Chancen einer Fusion sehr genau abwägen."
Das Thema steht am kommenden Freitag auch auf der Tagesordnung der Sitzung des Verwaltungsausschusses, wo OB Dr. Trümper die Meinung der Magdeburger Stadträte erfragen will.
Auch die Meinung der Magdeburgerinnen und Magdeburger wird OB Trümper berücksichtigen. "Einen Zusammenschluss beider Städte kann es nur geben, wenn die Magdeburger und die Schönebecker dies mehrheitlich befürworten", stellt Magdeburgs Oberbürgermeister klar. "Ich werde deshalb sehr intensiv verfolgen, wie die Entscheidung in Dessau und Roßlau ausgeht." In Dessau entscheiden die Bürger am kommenden Sonntag über eine Fusion mit Roßlau, die Roßlauer sind am 20. März an die Wahlurne gerufen.
Hintergrund
Schönebecks Oberbürgermeister Hans-Jürgen Haase hatte in der Vorwoche erklärt, dass er sich vorstellen könne, mit Magdeburg eine Doppel-Stadt zu bilden. Aktuell verhandeln die Landkreise Bernburg, Aschersleben-Staßfurt und Schönebeck über eine Fusion im Zusammenhang mit der geplanten Gebietsreform in Sachsen-Anhalt. Schönebecks Oberbürgermeister sieht seine Stadt bei einem solchen Zusammenschluss wegen der Randlage benachteiligt.