Magdeburg.
Bürgermeister Bernhard Czogalla begrüßte heute im Neuen Rathaus den Preisträger des Georg-Philipp-Telemann-Preises 2005, Prof. Dr. András Székely. Der ungarische Musikwissenschaftler trug sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt ein.
Der diesjährige Telemann-Preisträger wurde von der Stadt Magdeburg für sein international erfolgreiches Wirken als Produzent zahlreicher Telemann-Einspielungen (darunter Ersteinspielungen wie die sogenannte "Brockes-Passion") und Übersetzer der Autobiographien Telemanns ins Ungarische geehrt. Sein Engagement gilt seit Jahrzehnten besonders dem Leben und Werk Telemanns in der Hochschulausbildung. Mit der Magdeburger Telemannpflege und -forschung arbeitet András Székely seit 1981 zusammen. Unter seiner Ägide - seit 1997 ist er Präsident der Telemann-Gesellschaft e.V. (Internationale Vereinigung) - konnte der Internationale Telemann-Wettbewerb in Magdeburg erfolgreich etabliert werden. So ist es kein Zufall, daß die Ehrung während des 3. Internationalen Telemann-Wettbewerbs erfolgt.
Der Nachwuchswettbewerb wurde am 5. März in Magdeburg eröffnet. Wenige Stunden zuvor erfolgte die Verleihung des Telemann-Preises an den Initiator des Wettbewerbes Prof. András Szekely.
"Mit dem Internationalen Telemann-Wettbewerb wurde ein in Deutschland einmaliger Wettbewerb für Interpreten alter Musik etabliert. Das stärkt Magdeburgs Position als weltweit anerkannter Forschungsstandort zu Georg Philipp Telemann und als Stadt lebendiger Musikpflege." so Magdeburgs Bürgermeister Bernhard Czogalla, der darüber hinaus die vielfältigen historischen und gegenwärtigen Kontakte zwischen Magdeburg und Ungarn hervorhob. " Damit ist der Telemann-Preis gerade auch im Jubiläumsjahr ‚Magdeburg 12hundert‘ ein Brückenschlag zwischen Geschichte und Gegenwart in Europa" betonte Czogalla während des Empfangs im Rathaus im Neuen Rathaus.
Das Goldene Buch der Stadt Magdeburg gibt es seit 1931, es wurde unter Oberbürgermeister Hermann Beims eingerichtet. Die erste Eintragung datiert vom 10. Mai 1931, damals trugen sich die Mitglieder des Magistrats ins Goldene Buch ein.
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Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Ab 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen.
Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weiter geführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder die sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.
Neben Politikern, Botschaftern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, haben sich in den zurück liegenden Jahren die Ehrenbürger der Stadt - Igor Belikow, Heinz Gerling und Dr. Willi Polte, erfolgreiche Sportler, Magdeburger Künstler oder verdiente Magdeburger im Ehrenamt ins Goldene Buch eingetragen.
2004 trug sich mit Prof. Dr. h.c. Nikolaus Harnoncourt erstmals ein international renommierter Telemann-Preisträger in das Goldene Buch der Stadt ein.
Am 13. März 2005, um 11.00 Uhr, im Schinkel-Saal des Magdeburger Gesellschaftshauses schließen die Preisträger des 3. Internationalen Telemann-Wettbewerbes mit einem Konzert den diesjährigen Wettbewerb.
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