Landeshauptstadt Magdeburg: PRESSEINFORMATIONEN

Magdeburg, 21. März 2005

Hochwasser erfordert private und öffentliche Schutzmaßnahmen

Stab für außergewöhnliche Ereignisse einberufen/Pretziener Wehr wird gezogen

Aufgrund der aktuellen Hochwassersituation hat die Landeshauptstadt Magdeburg heute Mittag den Stab für außergewöhnliche Ereignisse (eine Vorstufe des Katastrophenschutzstabes) einberufen. Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz hat für Magdeburg die Hochwasserwarnstufe 1 ausgerufen. Am morgigen Dienstag, ab 10:00 Uhr, wird das Pretziener Wehr gezogen.

"Die Situation ist angespannt, einen Pegelstand wie beim Jahrhunderthochwasser 2002 erwarten wir aber nach den derzeitigen Prognosen nicht", schätzt der Beigeordnete und Stabsleiter Holger Platz ein. "Trotzdem wollen wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sein."

Der Pegel der Elbe an der Strombrücke lag heute, 06:00 Uhr, bei 4,04 Meter. Für morgen früh wird ein Pegel von 4,40 Metern erwartet. Der Hochwasserscheitel erreicht Magdeburg voraussichtlich am Freitag.

Aufgrund der für morgen geplanten Öffnung des Pretziener Wehrs werden die Kanalbrücke in Pechau und die Schweinebrücke zwischen Magdeburg und Biederitz gesperrt. "Trotz der Wehröffnung muss in Magdeburg mit kleineren Überschwemmungen gerechnet werden. Dies betrifft vor allem die nahe der Elbe gelegenen Kleingärten in Westerhüsen und am Salbker See sowie einige Bereiche des Herrenkrugs und des Stadtparks Rotehorn", nennt Holger Platz jene Orte, die vom Hochwasser möglicherweise nicht verschont bleiben. "Für den Messeplatz am Kleinen Stadtmarsch besteht aber keine Gefahr."

Kleingärtnern und Landwirten, auf deren Flächen mit Überschwemmungen - auch durch die Öffnung des Pretziener Wehres - gerechnet werden muss, werden gebeten, Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen und ihr Eigentum zu sichern.

"Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse ist in Bereitschaft und wird bei Bedarf die notwendigen Schritte einleiten", blickt der Beigeordnete voraus. "Ich bitte die Bevölkerung, die Hinweise in den Medien zu beachten." Die Landeshauptstadt wird darüber hinaus auf ihrer Homepage unter www.magdeburg.de über die aktuelle Situation berichten.




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