Zum 49. Mal hat Magdeburgs Oberbürgermeister eine Stadtplakette der Landeshauptstadt überreicht. Am Vormittag verlieh Dr. Lutz Trümper die Stadtplakette in Bronze an den Friseurmeister Karl-Heinz Gottschling in der Hohenwarther Straße. Sein Friseursalon feiert heute das 50-jährige Bestehen.
Die Geschichte des Friseursalons Gottschling geht bis in das Jahr 1930 zurück. Damals gründete Gustav Gottschling in der Hohenwarther Straße einen Friseursalon. Für Rothensee hatte er sich entschieden, weil es in der Innenstadt bereits zahlreiche Friseure gab. 1938 baute Familie Gottschling auf dem Nachbargrundstück das heutige Firmendomizil.
Am 27. April 1955 übernahm Karl Heinz Gottschling von seinem Vater das Geschäft in der Hohenwarther Straße 16a. Seitdem ermöglichte der Friseurmeister über 60 jungen Menschen eine Berufsausbildung. Auch seine Tochter Stefanie, die Junioren-Weltmeisterin im Friseurhandwerk wurde, hat hier ihren Beruf erlernt.
Zwischen 1991 und 2002 war Karl-Heinz Gottschling Obermeister der Friseurinnung Magdeburg. Er arbeitete außerdem ehrenamtlich als Landesinnungsmeister der Friseure Sachsen-Anhalt, war Mitglied im Vorstand des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerkes, gewähltes Mitglied der Deutschen Berufsgenossenschaft für Soziales und Körperpflege und hatte bis 2004 einen Sitz im Aufsichtsrat eines Einkaufs- und Lieferverbundes für Friseure.
Karl-Heinz Gottschling und seine Frau beschäftigen in ihrem Friseursalon derzeit zwei Mitarbeiterinnen sowie vier Auszubildende.
Hintergrundinformationen zur Stadtplakette
Vergeben wird die Stadtplakette der Landeshauptstadt Magdeburg an Vereine, Firmen, Körperschaften, Verbände und andere Einrichtungen, die ihren Sitz in Magdeburg haben. Sie wird in Bronze bei 50-jährigen Jubiläen verliehen, in Silber bei 75-jährigen Jubiläen und in Gold, wenn eine Firma, ein Verein oder eine Institution seit mindestens 100 Jahren besteht. Über die Verleihung entscheidet der Stadtrat.
Zum ersten Mal wurde eine Stadtplakette der Landeshauptstadt Magdeburg 1996 an den Verband der Kleingärtner Magdeburg e.V. verliehen. Anlass war dessen 75-jähriges Jubiläum. Seitdem wurden 49 Stadtplaketten vergeben, darunter an alteingesessene Magdeburger Unternehmen, an Sportvereine, Freiwillige Feuerwehren und Verbände. Zu den Geehrten gehören die Stadtsparkasse, die IHK und die Handwerkskammer ebenso wie die Paul Schuster GmbH, die Dombuchhandlung Holtermann, das Autohaus Lerchner und die Gerling & Rausch GmbH.
Eine Stadtplakette ging seit 1996 u.a. auch an die Freiwilligen Feuerwehren in Ottersleben und Pechau, an das Akkordeonorchester und das Folklore-Ensemble, an traditionelle Sportvereine und die Johannisloge "Ferdinand zur Glückseligkeit". Der Jubilar unter den Geehrten ist die Malerinnung Magdeburg, die 1997 ihr 800-jähriges Bestehen feierte und dafür eine Stadtplakette in Gold in Empfang nehmen durfte.
Die Stadtplakette hat einen Durchmesser von 105 mm. Sie zeigt auf der Vorderseite das Kloster Unserer Lieben Frauen, den Dom und das Alte Rathaus mit dem Magdeburger Reiter. Die Umschrift auf der Vorderseite lautet Landeshauptstadt Magdeburg. Auf der Rückseite steht die Jahreszahl DCCCV (für 805) und FUNDATA EST (gegründet), darunter ist ein aufgeschlagenes Buch berühmter Persönlichkeiten Magdeburgs mit dem Stadtwappen als Siegel abgebildet.
Entworfen hat die Stadtplakette der Magdeburger Bildhauer Heinrich Apel, gegossen wurde sie von der Firma Paul Schuster. Mit der Stadtplakette erhalten die Ausgezeichneten eine Ehrenurkunde, die von der Magdeburger Kalligraphin Gudrun Seffers gestaltet wird.